Cloppenburg - Die sieben Cloppenburger Grundschulen bekommen keine eigenen Schülerhaushalte. Einen entsprechenden Antrag der Fraktion Zentrum/Bürgerbündnis wurde am Dienstag im Schulausschuss mit den Stimmen von CDU und SPD abgelehnt.

In seinem ursprünglichen Antrag hatte Dr. Hermann Bergmann – analog zu dem Modell an den städtischen Oberschulen – jeder Grundschule jährlich 7000 Euro zur Verfügung stellen wollen. Als klar war, dass der Ausschuss mehrheitlich nicht ein Paket von 49 000 Euro schnüren wollte, stellten Bergmann und Martina Reichel-Hoffmann (die Grünen) einen neuen gemeinsamen Antrag. Dieser sah die grundsätzliche Einführung eines Schülerhaushalts vor. Allerdings sollten die Schulleiter zunächst ein Konzept erarbeiten.

Apropos Schulleiter: Ralph Meyer (Grundschule Galgenmoor) und Ingo Götting (GS St. Andreas und GS Bethen) erklärten, dass sie mit Beteiligungsmodellen auch für Grundschüler bereits gute Erfahrungen gemacht hätten. So gebe es schon in fast allen städtischen Grundschulen Schülerparlamente. Gleichwohl – so Meyer – bedürfe es einer Anleitung durch die Lehrer.

Für Dr. Lucien Olivier (CDU) und Christian Albers (SPD) haben Grundschulkinder noch nicht das entsprechende Alter, um über so große Summen zu entscheiden. Bergmann – der selbst an einem Gymnasium unterrichtet – erklärte daraufhin, dass Lehrer Fachleute seien. Und diese Fachleute hielten auch die Einbindung von Grundschülern durchaus für möglich. „Diese Fachleute haben auch die Pisa-Studie nicht verhindern können“, entgegnete Olivier. Kinder könnten unter Anleitung von Lehrern schnell beeinflusst werden.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland