Jever - Für eine Teilnehmerin gab es eine Riesenüberraschung auf dem Empfang des Fördervereins des Mariengymnasiums: Das streng gehütete Geheimnis, wer in diesem Jahr besonders geehrt wird, blieb auch in diesem Jahr gewahrt. Und es traf überraschend, aber mehr als verdient, Edith Klostermann, die Sekretärin der Schule.

Er wisse wirklich nicht, wie das gehen soll, wenn sie in ein paar Jahren noch vor ihm in den Ruhestand geht, sagte Schulleiter Frank Timmermann.

„Denn im Sekretariat laufen alle Fäden zusammen und es werden alle Probleme und Katastrophen des Schulalltags gelöst – vom Pflaster und Trost für die kleinen und großen Wehwehchen der Schüler über die Probleme der Lehrer, bis zu den Situationen, wenn auch die Schulleitung nicht mehr weiter weiß“, sagte er. Und für alle habe Edith Klostermann ein offenes Ohr und strahle Ruhe und Gelassenheit aus.

Eine durchweg positive Bilanz zog der neue Fördervereins-Vorsitzende Martin Schadewald. Mit Finanzierung einer pädagogischen Mitarbeiterin, Spielgeräten, Bänken am Oberstufengebäude, Ausbau des Internets und Unterstützungen für Klassenfahrten habe der Verein in den fünf Jahren seines Bestehens an vielen Punkten helfen können, wo der normale Etat es eben nicht hergebe. Ziel sei, das Gymnasium weiterhin attraktiv zu halten. „Dafür werden die Mitglieder des Vereins auch in Zukunft arbeiten“, betonte Schadewald.

Auf die anonymen Briefe „besorgter Eltern“ zur Lehrerversorgung am Mariengymnasium ging Frank Timmermann in seinem Grußwort ein. „Ich bin bereit für jedes Gespräch und jede Diskussion, aber ich finde es nicht fair, dies anonym zu tun. Diese Leute sollen ihr Gesicht zeigen“, forderte er.

Wie berichtet, hatten Eltern anonym beklagt, dass am Mariengymnasium der Pflichtunterricht in Politik zugunsten anderer Fächer gestrichen werden sollte. Hintergrund ist, dass der Schule Lehrer fehlen – rund 90 Stunden Unterricht können nicht erteilt werden.

Das Kultusministerium hatte indes angeordnet, dass der Pflichtunterricht erteilt werden muss – nun fallen Förder- und Sprachunterricht weg.

Mit einem Vortrag über sein Fachgebiet Meerestechnik warb Prof. Dr. Jens Wellhausen von der Jade-Hochschule Wilhelmshaven für die maritimen Studiengänge seiner Hochschule. Durch eine engere Kooperation der FH mit Gymnasien könne es gelingen, mehr Abiturienten in der Region zu halten, wenn sie Studiengänge belegten, die ihnen später an der Küste auch attraktive Arbeitsplätze ermöglichen würden.