Bad Zwischenahn - Schüler gab es in der Oberschule Bad Zwischenahn am Montag dank Sturm Sabine und dem vom Landkreis verfügten Schulausfall kaum, bei einem Termin am frühen Nachmittag standen die aber ausnahmsweise ohnehin nicht im Mittelpunkt.
Im neu gestalteten Lehrerzimmer und Verwaltungstrakt trafen sich die Lehrerinnen und Lehrer mit ihrem Schulleiter Jürgen Boy, Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Schulausschusses, um den Abschluss einer der größten Sanierungsmaßnahmen der Gemeinde zu feiern.
„Als wir damals mit dem Schulausschuss das Gebäude besuchten, ließen sich einige Fenster gar nicht mehr öffnen. Wenn zwei Schüler in einem Klassensaal gesprochen haben, konnte man einen dritten schon nicht mehr verstehen“, erinnerte sich Bürgermeister Arno Schilling an die Jahre 2007 und 2008. Trotz des hohen Schuldenstands habe sich die Politik damals einmütig für die Sanierung entschlossen – im übrigen die größte Maßnahme seiner Amtszeit. Die sei jetzt mit der Fertigstellung der neuen Verwaltungsräume so gut wie abgeschlossen, in diesem Jahr werden nur noch einige Toiletten saniert. Zehn Millionen Euro hat die Gemeinde in zehn Jahren in die Schule investiert. Es sei durchaus darüber diskutiert worden, ob ein Neubau nicht sinnvoller wäre, erinnerte Schilling. Aber als klar war, dass die Substanz des Betongebäudes aus den 1970er Jahren grundsätzlich noch in Ordnung war, sei die Entscheidung für die Sanierung gefallen.
Und die, so bewertete es Schilling jetzt, sei durchaus gelungen. Klassen und Fachräume wurden energetisch saniert und erhielten ein neues Akustikkonzept, der „Schulstraße“ genannte Pausenbereich wurde ebenfalls neu gestaltet. Zuletzt erhielten jetzt auch die Lehrer einen neuen Bereich.
Dabei, so sagte Jürgen Boy, habe man auch auf die Erfahrungen des benachbarten Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht zurückgreifen und einige Änderungen vornehmen können. Er selbst habe als Schulleiter zwar nur die zwei letzten Bauabschnitte miterlebt, bei diesen Abschnitten sei die Zusammenarbeit mit der Gemeinde aber gut gelaufen – obwohl das Kollegium natürlich andere Prioritäten setze als die Gemeinde. „Die meisten unserer Wünsche wurden erfüllt. In dieser Schule können wir jetzt für lange Zeit guten Unterricht machen.“
Schüler, Kollegium und alle Mitarbeiter hätten in der Bauzeit einiges aushalten müssen, so Boy. „Aber diese Zeiten sind jetzt vorbei.“
