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FÖRDERPREIS Gymnasium baut eine Schule in Afrika

BAD ZWISCHENAHN - Schüler und Schülerinnen haben „weitergedacht“. Der Verein „Paedale“ würdigt eine langjährige Arbeit.

Von Bernhard Kühne

BAD ZWISCHENAHN - Seit dreizehn Jahren gibt es am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht das Projekt „Eine Schule für Tamiga“. Im Rahmen eines Festaktes erhielt das Gymnasium gestern für diese Arbeit den „Paedale-Förderpreis 2005“. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Das Gymnasium teilt sich in diesem Jahr die Summe mit einem weiteren Projekt.

Als Leiter der „Tamiga AG“, stellte Winfried Baroke in seiner Einführung das Projekt als wichtigen Programmbaustein der Schule heraus. „Schülerinnen und Schüler konnten bei der Realisierung eines Entwicklungshilfeprojektes Erfahrungen sammeln und lernen Verantwortung zu übernehmen“ so Baroke.

Der Verein „Paedale“ lobt jährlich diesen Förderpreis aus, wobei eine unabhängige Jury die Gewinner aus Vorschlägen der Mitgliedschaft aus wählt.

In ihrer Laudatio begründete Jurymitglied Ute Aderholz die Entscheidung: „Die Mitwirkenden des Projektes ,Eine Schule für Tamiga’ haben konsequent weitergedacht und so gehandelt.“ Mit dem Projekt werde am Gymnasium in vorbildlicher Weise auf die Herausforderung des 21. Jahrhunderts im Sinne der Nachhaltigkeit und dem damit verbundenen Bildungsauftrag entsprochen, so Aderholz weiter.

Bevor „Paedale“ Vorsitzender Wilm Renneberg den Preis schließlich übergab, schilderten noch vier Schülerinnen eigene Erlebnisse aus Tamiga. Die vier lieferten mit eindringlichen Schilderungen wichtige Eindrücke an die Anwesenden und gewissermaßen einen Beleg dafür, wie die Arbeit an solch‘ einem Entwicklungshilfeprojekt nicht nur den Menschen im Zielland unterstützt, sondern auch die Sichtweise der „Helfenden“ verändert.

„tamiga“ - Ein Entwicklungshilfeprojekt

Tamiga

liegt in dem kleinen westafrikanischen Staat Burkina Faso. Das Land hat

13 228 460 Einwohner

.

In Burkina Faso

sind trotz Schulpflicht lediglich ein Viertel der Menschen in der Lage, zu lesen und zu schreiben.

Ein Politik-Leistungskurs

beschäftigte sich 1992 mit den Problemen von Entwicklungsländern. Schüler stellten sich die Frage: „Können wir etwas Konkretes tun?"

Durch Spenden

und Erträge aus eigenen Aktionen brachten die Schüler und Schülerinnen das Projekt „Eine Schule für Tamiga“ auf den Weg.

Drei Klassenräume

und drei Lehrerwohnungen konnten bisher realisiert werden, zusätzlich wurde ein Brunnen finanziert und ein selbst verwaltetes Getreidelager errichtet.

Mehr Infos unter

www.tamiga.de

www.paedale.de
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