Bad Zwischenahn - Um 18 Uhr ist Kindergärten üblicherweise nicht mehr viel los – im DRK-Kindergarten in der Mozartstraße war das in den vergangenen Monaten an einigen Tagen anders. Allerdings waren es nicht hauptsächlich Kinder, die hier auf den kleinen Stühlen um die Tische saßen und bastelten – es waren deren Mütter.

Das Team des DRK-Kindergartens hatte für drei Abende zum Mütter-Café eingeladen, eine Idee von Siska Wolf, Neele Hinrichs und Karina Liske. Die drei Mitarbeiterinnen wollten mit dem Projekt gleich mehrere Ziele erreichen: Zum einen wollten sie die Mütter in engeren Kontakt miteinander bringen. Ein relativ großer Teil der Kinder in der Kita hat einen Migrationshintergrund und gerade die Mütter hätten oft relativ wenige Kontakte außerhalb der Familie. Obwohl es in dem Blockprojekt nur drei Treffen gab, habe das ziemlich gut funktioniert, berichten die drei Mitarbeiterinnen.

„Auch die, die sich erst noch etwas zurückgehalten haben, sind schnell ein wenig aufgetaut“, sagte Siska Wolf. Geholfen hat die gemeinsame Bastelarbeit: Über die drei Abende hinweg gestalteten die Mütter für ihre Kinder ein kleines Buch. Es sei in dem Projekt auch darum gegangen, die Buchkultur mehr in die Familien zu bringen, erklärten die Organisatorinnen.

Unterstützung hatten sie von ihrer Kollegin Ada zur Brügge, Gruppenleiter Karl-Heinz Miodeck und Nazmiye Cetin von der Kreisvolkshochschule Ammerland, die auch half, Sprachbarrieren zu überwinden. Ähnliche Blockprojekte mit jeweils drei oder vier Terminen wollen die Mitarbeiterinnen des Kindergartens auch in Zukunft organisieren und dabei gerne auch Väter und Kinder einbinden.