BAD ZWISCHENAHN - BAD ZWISCHENAHN - An der Grundschule am Wiesengrund in Bad Zwischenahn gehen Eltern der drei 2. Klassen mit Enttäuschung in die Sommerferien. Anlass ist der Umstand, dass ihre Kinder im 3. Schuljahr eine neue Lehrkraft bekommen werden. Das ist laut Kultusministeriums-Erlass vom Februar 2004 zwar an allen Niedersächsischen Schulen üblich und wird auch „aus pädagogischen Gründen“ empfohlen. Aber da es derzeit in den drei 2. Wiesengrund-Klassen und im Verhältnis zu den jeweiligen Klassenlehrerinnen so rund läuft, hatten Schulelternrat und die Elternvertreter der Zweitklässler nach klasseninternen Befragungen die Schulleiterin Ute Wendker gebeten, eine Ausnahme von der Regel zu machen und keinen Klassenlehrerwechsel vorzunehmen. Doch das lehnt Schulleiterin Ute Wendker ab. „Ich habe mich erkundigt, rechtlich ist meine Entscheidung in Ordnung“, stellte Ute Wendker auf Anfrage der NWZ fest. Auch in Absprache mit dem zuständigen Dezernenten werde sie den Lehrerwechsel
vornehmen. Sie sehe Vorteile u.a. darin, dass sich die Kinder dadurch schon vor dem Schritt an weiterführende Schulen an Lehrerwechsel gewöhnen würden.
Für die Eltern ist es dennoch nicht nachvollziehbar, „weshalb die Schulleitung diesen harten Kurs fährt“. Zunächst hatten die Eltern Frau Wendker in einem persönlichen Gespräch gebeten, eine Ausnahme von der Regel zu machen. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, schrieb jede Klasse nochmals einen Brief mit der entsprechenden Bitte. Und als auch darauf kein Einlenken erkennbar war, wurde in der Gesamtkonferenz der Antrag gestellt, über den Wunsch der Eltern abzustimmen. Das Votum von 15 Stimmen gegen Lehrerwechsel und neun Stimmen dafür ließ die Schulleiterin allerdings nur als Meinungsbild gelten, nicht jedoch als Handlungsauftrag. „Selbst wenn Frau Wendker im Recht sein sollte, wird ihr Verhalten im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Eltern und Schulleitung sicherlich nicht förderlich sein“, so ein Sprecher der Elternvertreter gestern.
