BAD ZWISCHENAHN - BAD ZWISCHENAHN/OR - Der Schulausschuss des Zwischenahner Gemeinderates hatte am Montagabend keine leichte Aufgabe. Vor dem Hintergrund von mehr als 31 Millionen Euro Schulden, die die Gemeinde in ihrem Handlungsspielraum stark einengen, und einem für 2005 noch nicht ausgeglichenen Haushalt, waren dennoch Entscheidungen mit weit reichenden finanziellen Auswirkungen zu treffen. Dem vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht eindringlich dargestellten Raumbedarf wird Rechnung getragen, indem mit einem Kostenaufwand von rund 580 000 Euro der „Westflügel“ des Gymnasiums um drei Klassen aufgestockt werden soll. Noch schwieriger wurde es beim Thema Neubau Hauptschule Bad Zwischenahn: Nachdem die Niedersächsische Landesregierung erst im Dezember die Genehmigung als Ganztagsschule erteilt hatte, sollte der Schulausschuss am Montagabend sowohl über den Standort eines Neubaus als auch für das mindestens neun Millionen Euro teure Bauvorhaben selbst eine Beschlussempfehlung
geben, da ein entsprechender Förderantrag bis Ende April gestellt sein muss. Der Schulausschuss unter Vorsitz von Marie-Lyne Klostermann (SPD) folgte angesichts des Zeitdrucks dem Vorschlag der Verwaltung, die von Enno Dohrn (Architekturbüro de Witt/Dohrn/Janssen) vorgestellte Planung „antragsreif“ weiter zu entwickeln. In der Sache will der Ausschuss jedoch in einer Sondersitzung entschieden werden, die voraussichtlich am 5. April vor Beginn des Verwaltungsausschusses stattfinden wird. Der abschließende Ratsbeschluss soll am Dienstag, 19. April, folgen. Architekt, die Schulleiter (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) und die Verwaltung befürworten einen Neubau der Hauptschule im Eckbereich Schillerstraße/Reihdamm. Dafür müsste ein Teil des „Löwenkäfig“ genannten Sportplatzes geopfert werden, was aus den Reihen der Ausschussmitglieder kritisch bewertet wurde. Von Seiten der Elternvertreterin im Ausschuss (Ulrike Wohlers) wurden Bedenken gegen das Anwachsen der Schülerzahl auf dem
Gelände auf dann über 2000 erhoben.
