BAD ZWISCHENAHN - „Information“ lautet zurzeit das Schlagwort an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Ammerland. In der Zeit vom Mittwoch, 3. Februar, bis Mittwoch, 17. Februar, finden die alljährlichen Informationsabende statt. Zusätzlich wird für Donnerstag, 11. Februar, eine Informationsmesse für die Absolventen der weiterführenden Schulen vorbereitet. Gemeinsam mit den Fachhochschulen und Hochschulen der Region, einschließlich der Niederlande, wird hier über Studienmöglichkeiten informiert.
Beratungen koordinieren
„Ein Beratungskonzept und ein regional gut koordiniertes Beratungssystem sind sehr bedeutsam, sowohl für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler als auch zur Lösung vieler qualitativer und quantitativer Probleme im Bereich der beruflichen Bildung im weiteren Sinne“, erklärt Schulleiter Reinhard Hardy. Eine Vielzahl von Personen und Institutionen beriete die Jugendlichen häufig ohne gegenseitigen Informationsaustausch.
Die Berufs- und Schullaufbahn sowie die Studienberatung sei zudem in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend schwieriger geworden. „Allein die Schullaufbahnberatung für die BBS Ammerland ist durch die Vielzahl der möglichen Abschlüsse für Außenstehende nur schwer durchschaubar“, so Hardy weiter. Dabei halte man eine Fülle fachbereichsspezifischer Bildungsgänge mit einem hohen Maß an Durchlässigkeit im Bildungssystem und mit vielen zukunftsorientierten Lernkonzepten bereit.
Neben fachspezifischen Abschlüssen könnten auch alle Abschlüsse des allgemeinbildenden Schulwesens – vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur – erworben werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liege in der Einzelfallhilfe bei schulisch und privat bedingten Schwierigkeiten. Auch hier habe der Unterstützungsbedarf stark zugenommen.
Spezieller Kompetenzpass
Vor diesem Hintergrund wurde vor drei Jahren – erstmals in Niedersachsen – an der BBS ein Beratungszentrum eingerichtet, dass die Beratungsarbeit der Lehrer unterstützen soll und die Arbeiten der für die Schülerberatung Zuständigen koordiniert. Zusätzlich befindet sich dort die Leitstelle „Region des Lernens“ für den Landkreis Ammerland.
Grundlage der individuellen Beratungsarbeit sei ein Beratungs- und Kompetenzpass, der bereits in den allgemeinbildenden Schulen ausgehändigt werden soll. Neben den Zeugnissen und anderen Qualifikationsnachweisen sollten hier Beratungsprotokolle mit aufgenommen werden. Der weitere Ausbau der Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen stehe im Zentrum.
Weg in die Arbeitswelt
„Bereits seit vielen Jahren unterstützen wir die Lehrer der allgemeinbildenden Schulen in ihrer Beratungstätigkeit durch eine Vielzahl von Veranstaltungen“, sagt Bernd Bruch, Schulfachlicher Koordinator für die Schülerberatung. Ziel der Beratungsarbeit an den Berufsbildenden Schulen Ammerland sei es, gemeinsam mit den allgemeinbildenden Schulen, der ausbildenden Wirtschaft, der Agentur für Arbeit, den Einrichtungen des Landkreises Ammerland und den Hochschulen den Jugendlichen zu helfen, ihren Weg in die Arbeitswelt zu finden.
