BAD ZWISCHENAHN - Etwas verloren wirkt die kleine Gruppe auf dem Flur im Schulzentrum Bad Zwischenahn. Der ein oder andere schaut sich verdutzt um und scheint sich zu fragen: Bin ich hier richtig?
Im Forum ertönt ein Trommelwirbel, doch der gilt in diesem Moment wohl nicht dem Kreiselternratsvorsitzenden Frank Lukoschus. Der versucht an diesem Dienstagabend, ohne Mikrofon, den Anwesenden mitzuteilen, warum sie das Volksbegehren für gute Schulen unterschreiben sollten (NWZ berichtete). Sonderlich laut muss er gar nicht sprechen. Es sind gerade einmal 20 Personen zu der Auftaktveranstaltung erschienen.
„Die Aktion wurde etwas kurzfristig angesetzt“, gibt Lukoschus denn auch zu. Immerhin, betont er: „Auch wenn heute nur ein paar Leute hier sind, wissen wir, dass es weitergeht.“
Weitergehen muss es auch, wenn das Volksbegehren Erfolg haben soll. 608 731 Unterschriften müssen in Niedersachsen gesammelt werden. Dafür haben die Initiatoren ein Jahr Zeit.
Einer von ihnen ist Djure Meinen aus Varel. Er erläutert im Zwischenahner Schulzentrum kurz die Ziele, die mit dem Volksbegehren verfolgt werden (siehe Kasten links), und weist daraufhin, dass nur wahlberechtigte Niedersachsen ab 18 Jahren unterschreiben dürfen. Auch in verschiedenen sozialen Netzwerken sei man vertreten und werbe für das Begehren, berichtet Meinen.
Einer der Unterstützer ist Holger Koch von der Elterninitiative für eine Integrierte Gesamtschule im Ammerland. Er wünscht sich, dass die Werbung für das Volksbegehren um Werbung für das Anliegen der Elterninitiative ergänzt wird.
Lukoschus will mit der Auftaktveranstaltung ein deutliches Signal geben: „Eltern wehren sich ab sofort wieder“, gibt er die Parole vor.
Gelegenheit, das Volksbegehren zu unterschreiben, gibt es am Freitag, 18. Dezember. Dann stehen die Befürworter auf dem Westersteder Wochenmarkt. Dort wird vermutlich kein Trommelwirbel ertönen. Dafür sind wohl mehr Menschen unterwegs, die um eine Unterschrift gebeten werden können.
Die Ziele
