Ahlhorn - Die eine knüpft Bärte, der andere erstellt Grafiken und die andere begleitet Kinder mit Behinderungen zum Reiten. Die Schüler des neunten Jahrgangs des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Ahlhorn absolvieren zurzeit ihr zweiwöchiges Betriebspraktikum. Dies soll ihnen helfen, ihre Zukunft zu planen und sich über ihre Fähigkeiten klar zu werden.
Die verschiedensten Praktikumsplätze wurden ausgewählt: Ob Exxon in Großenkneten, das Staatstheater in Oldenburg oder die Kindertagesstätte „Farbenfroh“ in Wildeshausen.
Neela Sonntag (15) absolviert ihr Praktikum im Staatstheater Oldenburg im Bereich der Maskenbildnerei und Kulissengestaltung. Sie darf dort die unterschiedlichsten, sehr kreativen Aufgaben übernehmen und kennenlernen, wie zum Beispiel das Knüpfen eines Bartes, das Modellieren einer Maske, Gestaltungen der Perücken und auch das Planen der Vorstellungen. Bei der Frage, was ihr besonders gefällt, antwortet sie: „Die Kollegen sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen, was für ein lockeres und nettes Arbeitsklima sorgt. Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie Perücken und Masken entstehen und welche Arbeit dahinter steckt.“ Sie empfiehlt diesen Praktikumsplatz kreativen Schülern, die Interesse mitbringen.
Leve Adden (15) verbringt sein Praktikum bei der Werbeagentur „Team Iken“ in Wildeshausen. Er äußert sich zu seinem Praktikum folgendermaßen: „Ich bekomme immer eine Mappe mit einer oder mehreren Aufgaben, welche sich den Übungen des „ European Computer Driving Licence“, welchen er in der Schule absolviert, ähneln. Für die Aufgaben habe ich einen bestimmten Zeitraum zum Bearbeiten.“ Er bewertet den Job folgendermaßen: „Der Beruf in einer Werbeagentur ist sehr abwechslungsreich und kreativ, was mir besonders gefällt.“
In der heilpädagogischen Kindertagesstätte „Farbenfroh“ in Wildeshausen hat Gina Rempel (16) ihr Praktikum begonnen. Sie darf sich mit den körperlich und geistlich eingeschränkten Kindern drinnen oder im Außenbereich beschäftigen. Sie hilft den Kindern bei typischen Aufgaben wie Tische decken und fährt auch mit ihnen zum Reiten. Abschließend bewertet sie ihr Praktikum: „Der Beruf ist nie langweilig, da die Kinder trotz ihrer Einschränkung sehr lebensfroh und lebendig sind. Dennoch hat man eine große Verantwortung.“ Ihr werden die Tätigkeiten einer Heilerziehungspflegerin gezeigt und der abwechslungsreiche Alltag näher gebracht.
„Das Praktikum entspricht genau meinen Vorstellungen. Ich habe in der kurzen Zeit viel für meine Zukunft gelernt. Das Arbeitsklima ist sehr angenehm, da die Kollegen sich in der Erziehung der Kinder einig sind“, sagt Gina abschließend. Schüler, welche den Kontakt mit Kindern mögen und an dieser Arbeit interessiert sind, empfiehlt sie diesen Praktikumsplatz. Diesen Text verfasste Luna Oesen, 15 Jahre alt, aus Huntlosen, die ihr zweiwöchiges Praktikum in den NWZ -Redaktionen in Wardenburg und Wildeshausen absolvierte.
