Nadorst - Zirkuskünste, Spiele, Sport: All das beinhaltet ein „Open Sunday“ (Offener Sonntag) in der Sporthalle der Grundschule Nadorst. Vor zwei Monaten ist das neue Bewegungsangebot der Grundschule Nadorst gestartet (die NWZ  berichtete).

„Jeden Sonntag erreichen die jugendlichen Trainer der Integrierten Gesamtschule Flötenteich und der Zirkusschule Seifenblasse durchschnittlich 42 Kinder der Altersgruppe Klasse 1 bis 6“, berichtet Prof. Dr. Ulf Gebken, Leiter des mitverantwortlichen An-Instituts „Integration durch Sport und Bildung“ der Universität Oldenburg. Die Evaluationen, so Gebken weiter, ergaben, dass mehr als 70 Prozent der Teilnehmer aus dem unmittelbaren Sozialraum der Schule kommen. Weniger als 20 Prozent der Kinder sind Mitglied in einem Sportverein; viele haben einen Migrationshintergrund.

Die jugendlichen Trainer der Klassen 8 bis 11 animieren die Kinder zum Balancieren, Springen, Jonglieren; zum Fußball- oder auch Burgball- spielen. Schulleiterin Sabine Stehno berichtet von „begeisterten“ Rückmeldungen ihrer Schülerinnen und Schüler an jedem Montag. Bis Ende März geht es sonntags weiter (siehe Infobox).

Gebkens erste Bilanz lautet: „Mit Unterstützung des Präventionsrates und der Rotarier Oldenburg konnte insgesamt ein interessantes regelmäßiges und von Jugendlichen geleitetes Angebot umgesetzt werden. Nach der Einschätzung von Gebkens Team werde die Zielgruppe – „sportvereinsferne“ Kinder – erreicht. Knackpunkt sei es, dass es immer noch Vorbehalte vor allem bildungsferner Eltern gebe. Doch der Erfolg spricht für sich: Im Februar wird ein zweites Projekt an der Grundschule Bümmerstede (in Zusammenarbeit mit Jugendlichen der IGS Kreyenbrück) begonnen. „Die Ausbildung der Trainer war ein großartiger Erfolg. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 bis 10 besitzen ein beachtliches Handwerkszeug für die Anleitung von Bewegungsangeboten“, bilanziert auch Annegret Meyer, von der IGS Flötenteich.