Barßel - Das Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen. Für die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) in Barßel ist es an der Zeit, eine Bilanz des ersten Jahres zu ziehen. Und die fällt durchweg positiv aus, wie der kommissarische Schulleiter Werner Sandmann, der kommissarische didaktische Leiter Tobias Brossmann und Barßels Bürgermeister Nils Anhuth am Freitag berichteten.

80 Schüler gingen im ersten Durchgang zum Beginn des aktuellen Schuljahres an den Start. „Durch Umzüge waren wir zwischenzeitlich bei 76 Schülern. Für die neue Klasse 6 sind es aber inzwischen 88 Schüler“, sagte Werner Sandmann. Kinder, die zuvor eine andere Schule besucht hätten und sich zwischenzeitlich doch für die IGS entschieden hätten, füllten die Klassen enorm auf. „Wir hoffen, dass wir auf eine Vierzügigkeit gehen können“, so Sandmann. Die Teilungsgrenze dafür liege bei 91 Schülern.

Für den künftigen Jahrgang fünf gibt es bislang 85 Anmeldungen. Bestätigt sieht sich die Schulleitung in ihrer Arbeit dadurch, dass viele Eltern sich aufgrund einer positiven Mundpropaganda für die Barßeler IGS entscheiden. „Eine Empfehlung für die Schullaufbahn gibt es ja nicht mehr“, so Sandmann. „Prozentual haben wir deutlich mehr Anmeldungen als im vergangenen Jahr.“ Auch aus den Nachbarlandkreisen Leer und Ammerland kommen die Schüler. „Die Entwicklung des ersten Jahrgangs ist als Imageträger sehr wichtig“, lobte auch Nils Anhuth. „Alle Beteiligten sind Werbeträger. Sie senden das Signal aus, dass man keine Berührungsängste vor einer neuen Schule haben muss.“ Für die neuen Klassen würde jedes Jahr ein Trakt neu hergerichtet.

Es könnte sein, dass die IGS in der Zukunft mit den Jahrgängen fünf, sechs und sieben vierzügig an den Start gehen könne, wenn es mit den Anmeldezahlen so weitergehe, so Sandmann. „Aufgrund des geburtenschwachen Jahrgangs sind wir davon ausgegangen, dreizügig zu bleiben. Aber es kommen fast täglich noch Anmeldungen rein.“

„Die drei Klassenlehrerinnen Ellen Sandmann, Ulrike Ude und Melanie Werner tragen wesentlich zu diesem Erfolg bei“, lobte Tobias Brossmann. Ausflüge wie etwa ins Kino oder zum Thema Bauernhof stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Auch für das kommende Schuljahr sei wieder einiges geplant. So etwa die Kooperation mit einer Fußballschule oder der Besuch des NDR, der ein Hörspiel zum Thema Schule aufnehmen wird. Für die neuen fünften Klassen wird es zudem wieder die Kennenlerntage in Ahlhorn geben. „Wir wollen uns weiterhin attraktiv entwickeln“, kündigte Brossmann an. Dafür wird vor allem Personal benötigt. „Bisher haben wir keine eigenen Lehrkräfte“, berichtete Werner Sandmann. Alle Lehrer kommen entweder von der Real- oder der Hauptschule am Schulzentrum. Neben Sandmann und Brossmann sowie den drei Klassenlehrerinnen kommen für das kommende Schuljahr zwei weitere Lehrkräfte dazu.

Ein Lob richtete Brossmann auch an die Eltern. „Wir würden uns freuen, wenn sich die Eltern der neuen Klassen so engagieren, wie es der Elternrat bislang getan hat.“