BARßEL - „Ohne unsere Damen läuft nichts“, schmunzelt Peter Wieder, Schulleiter der Soeste-Schule in Barßel. Die Kinder haben es richtig gut. Sie bekommen während des Schulbesuchs das Frühstück sozusagen auf dem Tablett serviert. Dafür sorgen die freiwilligen Helferinnen Maria Hoffmann, Louise Hibben und Magdalene Ebbers aus Barßel. Die guten Feen schmieren das Butterbrot für die Schüler der Lernhilfe-Einrichtung.
Damit es sich die Kinder weiterhin gut schmecken lassen können, unterstützt die Kolpingfamilie Barßel die Maßnahme. Nun gab es einen Scheck über 250 Euro – dem Erlös des Nikolausspiels der Kolpingjugend. Diese widmet sich seit Jahren der Hilfe von Jugendlichen. So wurde vor vielen Jahren die Aktion „Jugend hilft Kindern“ ins Leben gerufen. „Die Schülerinnen und Schüler stehen nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens. Für uns war klar, den Erlös aus dem diesjährigen Nikolausspiel der Schule zu spenden“, meint Marko Büscherhoff von der Kolpingjugend. „Das Geld ist hier gut angelegt“, unterstützt auch Hans Geesen, Vorsitzender des Barßeler Gesellenvereins die Aktion.
„Wir finden es ganz toll, dass uns die Kolpingfamilie bei unserer Tätigkeit sowohl finanziell als auch materiell hilft“, bedankt sich Peter Wieder für die Geschenke. Neben dem Geld durfte sich die Soeste-Schule über reichlich Marmelade und viele Packungen Brotaufstrich freuen.
Durch die Hilfe muss die Schule nicht immer ihren Etat belasten. „Brot vom Vortag“ bekommt die Barßeler Schule für Lernhilfe ohnehin schon kostenlos von einem Bäcker – und das schon seit vielen Jahren.
Gefrühstückt wird gemeinsam in der Klasse. „Es ist immer noch zu beobachten, dass einige Schüler kein Frühstück von zu Hause mit bekommen“, sagt der Schulleiter. Doch die Schüler bekommen Hunger – und wenn der Magen knurrt, freuen sich die Mädchen und Jungen auf ein leckeres Brot.
Nicht nur den Schülern bereitet die Aktion Freude, sondern auch die drei guten Feen sind mit viel Spaß bei der Sache. „Wir machen das gerne für die Kinder. Als Rentnerinnen haben wir auch ja ein wenig Zeit“, sagt Louise Hibben.
