BARßEL - BARßEL/EB/THL - Seit mittlerweile acht Jahren arbeitet die Realschule Barßel im Rahmen des europäischen Schulprogramms „Comenius“ mit.
Vor drei Jahren haben die beteiligten Partnerschulen aus Almelo (Niederlande), Lier (Belgien), Mürzzuschlag (Österreich), Blansko (Tschechien), Elblag (Polen), Sirvintos (Litauen), Uurainen (Finnland), Mariestad (Schweden), Busto Arsizio (Italien) und Barßel ein „Europäisches Schulnetzwerk“ gegründet. In dessen Rahmen gibt es unter anderem Schüleraustauschfahrten oder Projekttreffen zu Themen wie Kunst, Tanz und Musik. Jedes Jahr wird gemeinsam ein Kunstkalender erstellt, zweimal jährlich eine englischsprachige Schulzeitung herausgegeben.
Als Anerkennung für ihre Aktivitäten wurde der Realschule Barßel vor fünf Jahren die Bezeichnung „Europaschule“ zuerkannt. Sie war damit eine der ersten mit diesem Titel im Regierungsbezirk Weser-Ems. Von Beginn an werden die Aktivitäten der beteiligten Schulen von Herbert Fassio koordiniert, der an der Realschule Barßel seit vielen Jahren Englisch, Französisch und Geschichte unterrichtet.
Im laufenden Schuljahr arbeiten die beteiligten Schulen an einem Schulentwicklungsprojekt mit dem Titel „Brauchen wir eine neue Schule in Europa? Die Zukunft der europäischen Schule nach Pisa und EU-Erweiterung“.
Nachdem Vertreter der beteiligten Schulen bei einem Besuch in Finnland einen Einblick in das finnische Schulwesen gewonnen haben, hat die Barßeler Schule nun ein internationales Seminar zum Thema „Welche Qualifikationen benötigen die Schulabgänger der Sekundarstufe I in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften?“ organisiert. Seit Sonntag diskutieren im Europahaus Aurich Lehrer aus sieben Schulen, unter anderem aus Schweden, Finnland und Tschechien, zusammen mit Vertretern der Universität Oldenburg sowie der Industrie- und Handelskammer über Probleme in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik.
Die Veranstaltung, die noch bis Freitag dauert, leiten die Barßeler Mathematik- und Physiklehrer Bernhard Schaal und Jürgen Rostalski. Die Lehrer versprechen sich Anregungen und neue Denkanstöße für den Unterricht im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, in Workshops werden Ergebnisse erarbeitet, die im Unterricht umgesetzt werden sollen. Ziel der Bemühungen ist es, das Thema Europa verstärkt in den Unterricht einzubinden und die Schüler so auf die Chancen und Gefahren Europas vorzubereiten.
Bernhard Schaal undJürgen Rostalski leiten die
Veranstaltung
