BARßEL - Wolfgang Briese möchte die Kinder in Barßel und Saterland über Schmetterlinge informieren. Auf Wunsch besucht er Schulen und Kindergärten.
Von Michael Keim
BARßEL - Dem Schutz der Schmetterlinge möchte sich jetzt Wolfgang Briese, Kreisvorsitzender des BUND im Landkreis Cloppenburg, verstärkt annehmen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit soll die Aufklärung stehen. Dabei möchte sich Briese gezielt an Schulen und Kindergärten wenden.Briese nimmt damit eine Gemeinschaftsaktion von ZDF, Umweltforschungszentrum Leipzig/Halle und dem BUND auf. Zunächst möchte er sich an die Schulen und Kindergärten in den Gemeinden Barßel und Saterland wenden. Erste Gespräche seien schon erfolgt.
Wolfgang Briese hat zugesagt, auf Wunsch auch eine Unterrichtsstunde zum Thema Schmetterlinge zu halten. Auch Informationsmaterial kann er zur Verfügung stellen. Der BUND hat speziell zu diesem Themenbereich Materialien vorbereitet. Mehr noch: „Auf Wunsch kann man auch ein Brutbesteck mit Diestelfalterraupen bestellen. Die Kinder können die dann füttern und die Entwicklung bis hin zum Schmetterling beobachten. Eine tolle Erfahrung.“ Allerdings muss so ein Brutbesteck gekauft werden. Briese bietet aber auch an, zusammen mit den Kindern ins Freie zu gehen, um Schmetterlingsraupen zu suchen.
Wer Interesse an einer Unterrichtseinheit von Briese über Schmetterlinge hat, der kann direkt unter 04499/2122 einen Termin vereinbaren.
„Der Rückgang der Schmetterlingsarten ist in den vergangenen Jahren deutlich zu beobachten gewesen“, so berichtet Briese aus eigenen Beobachtungen. Das habe unterschiedliche Gründe. „Es liegt an der intensiven Landwirtschaft und dem Einsatz von Pestiziden gegen die Futterpflanzen der Raupen. Die Gestaltung der privaten Gärten ist alles andere als gut für die Schmetterlinge. Und auch die Wegränder werden heutzutage ständig gemäht und freigeschnitten.“ Da müsse man sich über den Rückgang der Schmetterlinge nicht wundern. Und gerade Schmetterlinge reagierten auf Umweltveränderungen besonders sensibel, so Briese.
Jeder Einzelne könne aber gegensteuern. „Im eigenen Garten sollten möglichst viele Blütenpflanzen stehen. Und hilfreich wäre es auch, wenn im Garten in irgendeiner Ecke auch mal ein paar Brennnesseln stehen gelassen würden.“ Gerade die Brennnessel sei für Schmetterlinge eine wichtige Futterpflanze. Für den Schutz der Nachtfalter empfiehlt Briese den Gemeinden den Einsatz von gelben Natrium-Dampflampen. Denn in den weißen Lichtkegeln würden Nachtfalter regelrecht gefangen. „Die fliegen sich dann praktisch zu Tode.“ In Barßel beispielsweise kämen diese Lampen bereits zum Einsatz.
