Cloppenburg - „Wir liegen gut in der Zeit. Das Gebäude ist dicht. Im Winter kann der Innenausbau laufen.“ So hat Architekt Georg Wieghaus bei einem Ortstermin am Mittwochmittag die Situation in der früheren Cloppenburger Hauptschule Marienschule beschrieben. Wo derzeit Bauarbeiter den Ton angeben, sollen zum Schuljahresbeginn 2017/18 die Mädchen und Jungen der Grundschule St. Andreas in sanierte Räume an der Kirchhofstraße einziehen (die NWZ  berichtete).

Aktuell liegt das Projekt, so der Erste Stadtrat Andreas Krems, knapp im Kostenrahmen von 3,25 Millionen Euro. Nach Angaben von Bauamtsleiter Armin Nöh liegt der „Auftragsstand“ bei 3 060 000 Euro. Noch nicht enthalten sind die mit 150 000 Euro veranschlagten Außenanlagen. Nun hoffen die Verantwortlichen auf eine günstige Baupreisentwicklung. Dann wäre ein Risikozuschlag, wie er bei den jüngsten Bauausschusssitzung durchaus kontrovers diskutiert wurde, überflüssig, erklärte Krems.

Die Grundsanierung des laut Wieghaus aus den 1960er Jahren stammenden Schulgebäudes erstreckt sich über zwei Etagen. Dabei geht es unter anderem darum, die Räume technisch aufzuwerten, behindertengerecht zu gestalten und ausreichend Toiletten zu schaffen. Im Sinne der Inklusion wird auch ein Fahrstuhl eingebaut. Das vor 15 Jahren hinzu gekommene Dachgeschoss mus renoviert werden, so die Experten.

Im vorgegebenen Zeitrahmen, so Krems und Wieghaus, liegen auch die Arbeiten an der ehemaligen Mehrzweckhalle der Schule. Dort wird in Zukunft die knapp 200 Plätze bietende Mensa für die Grundschüler eingerichtet. Wo sich früher ein Zugang und Lagerräume befanden, entstehen eine Ausgabeeinheit für die von einem Caterer zu liefernden Mahlzeiten sowie Toiletten und eine Garderobe.