Wildeshausen - Auf sechs Schüler der einjährigen Berufsfachschule Gastronomie der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen wartet ein besonderes Abenteuer: Viviane Roßmann aus Sandkrug, Lia Grüner aus Lutten, Kendra Sauskojus aus Huntlosen, Marie Aschenbeck aus Steinloge (alle 17 Jahre alt), die 16-jährige Alene Depke aus Heinefelde sowie der 18-jährige Niklas Holinden aus Wildeshausen reisen für 16 Tage zu einem Betriebspraktikum in ausgesuchten polnischen Restaurants im Partnerlandkreis des Landkreises Oldenburg, Nowomiejski. Los geht es für die angehenden Hotelfachfrauen bzw. Hotelfachmänner am 24. Februar.

Lehrerin Christa Evers betreut bei den BBS die Betriebspraktika, die im Rahmen des EU-Erasmus-Plus-Programms unterstützt und gefördert werden. „Bereits 2015 haben erstmalig drei Schülerinnen und drei Schüler ein solches Praktikum in Polen absolviert.“ Es sei das dritte Mal, dass die Schule als aussendende Einrichtung die gesamte Organisation mit Anträgen, Kontakten zu Partnerschulen, Vorbereitung, Kostenabwicklung und vielem mehr übernehme, so Evers. In diesem Jahr werden erstmals auch 22 Schüler aus dem Wirtschaftsbereich ein dreiwöchiges Betriebspraktikum in England absolvieren: am Guildford College.

Momentan beschäftigen sich die sechs Berufsfachschüler Gastronomie damit, sich interkulturell vorzubereiten. „Dazu gehört Wissen über das Land und die Menschen in Polen, das Schulsystem und das Leben im Nachbarland.“ Auch Vorbereitung aller Formalien und ein Berichtsheft, das am Ende des Betriebspraktikums vorgeschrieben ist, zählen dazu.

„Leider können nicht alle 16 Klassenmitglieder nach Polen reisen. Es fand eine Auswahl nach Kriterien wie Pünktlichkeit, Selbstständigkeit, Allgemeinwissen, Verantwortungsbewusstsein und das Zugehen auf fremde Menschen statt“, erklärte Evers. Zuerst wird der Flug die Betriebspraktikanten nach Krakau führen, wo sie drei Tage lang die Stadt erkunden. Sieben Tage umfasst das Praktikum im Hotelbetrieb und in der Schule. Ziel ist es, in dem Betrieb die Gäste zu bedienen. Die anderen Tage stehen für das Kennenlernen des Landes zur Verfügung.

Etwas aufgeregt sind die Schüler doch. Einige sind das erste Mal von Zuhause weg oder im Ausland. „Es ist schon spannend, einen polnischen Hotelbetrieb und die Schulausbildung kennenzulernen. Natürlich freuen wir uns aber auch auf die Besichtigungen“, sagte Kendra Sauskojus.

Am Ende wird es von polnischer und BBS-Seite ein Zertifikat geben und einen so genannten Euro-Pass, in dem das Betriebspraktikum beschrieben wird – wichtig für eine spätere Bewerbung und damit ein Vorteil am Arbeits- und Ausbildungsmarkt.