Rostrup/Ammerland - An den Berufsbildenden Schulen Ammerland soll eine zweijährige Fachschule Sozialpädagogik eingerichtet werden. Dafür sprach sich der Kreisschulausschuss am Donnerstag in seiner Sitzung in den Räumen der BBS einstimmig aus.

Bereits jetzt gibt es an der Schule die zweijährige Berufsfachschule (BFS), an der sozialpädagogische Assistenten und Assistentinnen ausgebildet werden. Den nächsten Schritt – die Ausbildung zur sozialpädagogischen Fachkraft, die dann zum Beispiel in Integrationskindergärten, Krippen und Horten und in Schulen arbeiten kann – gibt es in Rostrup bisher nicht.

Bisher müssen sich Absolventen der BFS für die weitere Ausbildung in Oldenburg, Wilhelmshaven, Emden, Leer Cloppenburg oder Brake bewerben – wo die Kapazitäten aber begrenzt sind.

Schulleiterin Wilma Eberlei rechnet damit, auch Absolventen anderer Schulen in den Kreis Ammerland holen zu können. Mindestens eine Fachschulklasse mit 22 Schülerinnen und Schülern könne eingerichtet werden, so Eberlei. In Befragungen hätten viele Schülerinnen und Schüler den Wunsch geäußert, sich in Rostrup entsprechend weiterbilden zu können.

Die zusätzliche Schule könne mit dem vorhandenen Personal und ohne zusätzlichen Raumbedarf abgedeckt werden – lediglich kleinere Anschaffungen seien nötig. Von denen würden beide Schulformen profitieren. Die Argumentation der Schule überzeugte sowohl Kreisverwaltung als auch Politik. Die Kommunalpolitiker hoffen vor allem, mit einer Ausbildung vor Ort dem Mangel an entsprechenden Fachkräften in den Kommunen im Ammerland begegnen zu können.