Westerstede - Die Mensaverpflegung in den Schulen der Stadtgemeinde Westerstede hat im Durchschnitt ein glattes „Befriedigend“ erhalten. Deutlich bessere Noten gab es für die Grundschulen in Halsbek (2) und Ocholt (1,7). Das war das Ergebnis einer Meinungsumfrage unter Schülern, Lehrkräften und Eltern. Mit den Details hat sich jetzt auch der Schulausschuss der Stadtgemeinde befasst und die Antworten aus 306 Fragebögen ausgewertet. Besonders groß war die Resonanz im Gymnasium, wo 177 Bögen ausgefüllt worden waren.

Wie Heidrun Hamjediers, zuständige Dezernentin im Rathaus, erläuterte, sei der Prozentsatz der Schüler, die sich für eine Mensaverpflegung entschieden, relativ klein. Als Beispiel nannte sie die Robert-Dannemann-Schule (RDS), an der rund 250 Schülerinnen und Schüler zwar am Ganztagsbetrieb teilnähmen, aber nur zwölf Prozent die angebotene Schulverpflegung gebucht hätten. Anders sehe es an den Grundschulen aus, die normalerweise im Klassenverband zu Mittag essen. Bei älteren Schülern hingegen sei der Anteil deutlich kleiner.

Das besonders gute Abschneiden der Grundschulen Halsbek und Ocholt führte sie darauf zurück, dass Gastronomiebetriebe vor Ort besser auf die Bedürfnisse einer kleinen Gruppe eingehen könnten als eine Großküche.

Wie Hamjediers weiter ausführte, werde bei den anderen Schulen bereits an einer Verbesserung des Angebots gefeilt. Das Hössensportzentrum als größter Lieferant für die städtischen Mensen schule zurzeit die Mitarbeiterinnen der Brakenhoffmensa. Dort vorhandene Küchentechnik soll eingesetzt werden, um beispielsweise Mahlzeiten vor Ort zu Ende zu garen und damit ein Plus an Qualität und Geschmack zu erreichen. Auch andere organisatorische Abläufe sollen weiter verbessert werden.

Wie es weiter heißt, habe sich der Schulausschuss dafür ausgesprochen, die Mensen an der Oberschule und am Gymnasium ebenfalls vom Hössenzentrum beliefern zu lassen. An der RDS laufe darüber hinaus zusätzlich ein begleitendes niedersächsisches Projekt zur Schulverpflegung.

Als sehr erfreulich bezeichnete Hamjediers die Erfahrungen aus der Umfrage, von denen die Stadt profitiert habe. Deshalb habe sich der Schulausschuss entschlossen, im Herbst kommenden Jahres eine neue Umfrage anzustoßen. „Eine Teilnehmerquote beim Mensaangebot von 30 Prozent ist unsere erste Zielmarke.“

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede