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Ausschuss Beim Brandschutz keine Kompromisse

Hude - Der Ausschuss für Schule und Bildung der Gemeinde Hude hat einstimmig empfohlen, die Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes im Rahmen der Umbauten an der Grundschule Hude-Süd in Angriff zu nehmen. Die Kosten in Höhe von 160 000 Euro (NWZ  berichtete) sollen durch den Nachtragshaushalt 2016 gedeckt werden. Einstimmig wurden auch zusätzliche Arbeiten zur Sanierung des Daches im Bereich des Musikraums der Grundschule Süd empfohlen. Die Decken des Musikraums sowie der anliegenden Räume sollen, wenn es nach der Empfehlung des Ausschusses geht, für 77 000 Euro erneuert werden.

Schon in der Einwohnerfragestunde äußerte Günter Budde seine Verwunderung über die Höhe der Summe für die Brandschutzmaßnahmen. Der Ausschussvorsitzende Ralf Schepker (SPD) bestätigte Budde, dass er mit seiner Verwunderung nicht alleine sei.

Maßnahmen vorgestellt

Brandschutz-Ingenieur Manfred Fennen stellte die geplanten Maßnahmen vor. Die Rechtsgrundlage sähe grundsätzlich Bestandschutz für Gebäude vor.

Es könne jedoch eine Anpassung an neue Vorschriften verlangt werden. Wenn umgebaut werde, könnten zudem noch weitreichendere Anpassungen vom Landkreis verlangt werden.

Dazu komme, dass eine Schule ein Sonderbau sei, an den andere Anforderungen gestellt würden. Geplant sei, am Gebäude eine weitere Treppe anzubringen, um einen zweiten Fluchtweg aus dem Obergeschoss zu haben.

Im Erdgeschoss soll nahezu jeder Raum mit einer Tür nach außen versehen sein. Dies hat zudem den Vorteil, dass auch Rollstuhlfahrer schnell nach draußen gelangen. Zudem werden Rauchabschnitte gebildet und ein Alarmierungssystem installiert.

Friedrich Schnabel (CDU) fragte nach der Einbruchssicherheit, wenn jeder Raum über eine Außentür verfüge und warf ein, dass die Räume dann ja nicht abgeschlossen werden dürften, wenn diese als Rettungsweg fungierten.

Auch Schulleiterin Birte Kempers bat in dem Zusammenhang um eine Einweisung des Kollegiums nach den Umbauarbeiten und sagte, dass der Unterricht bisher trotz der Baustelle weitgehend ungestört ablaufe.

Kritik wurde aus Reihen des Ausschusses am Brandschutzprüfer des Landkreises geäußert. Es kam Missfallen darüber auf, dass einige Probleme und nötige Maßnahmen nicht schon vorher angesprochen worden seien. Dann hätte kontinuierlich ausgebessert werden können, und der Gemeindehaushalt würde nicht auf einmal mit so einer großen Summe belastet werden.

Einig waren sich alle in dem Punkt, dass der Brandschutz zukünftig „im Vorfeld mit ins Tableau von Umbaumaßnahmen einbezogen werden muss“, wie Marlies Pape (FDP) es formulierte. Die Kosten seien damals nicht in die Überlegungen mit eingeflossen, als die Umbauten beschlossen worden seien.

Einstimmig beschlossen

Auch Bürgermeister Holger Lebedinzew (parteilos) teilte diese Auffassung: „Ich bin auch etwas ratlos ob dieser Bauvorschriften“, räumte er ein, „bei Brandschutz in Schulen und Kitas mache ich jedoch keine Kompromisse“.

Dies sah auch der Ausschuss so und beschloss die Empfehlung einstimmig.

Die zweite Empfehlung betraf den Musikraum. Hier war man anfangs von Kosten in Höhe von 30 000 Euro für die Dachsanierung ausgegangen. Diese haben sich nun um 47 000 Euro erhöht, da die Decke auch von unten und in den anliegenden Räumen saniert werden müsse. Somit ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 77 000 Euro.

60 000 Euro wurden davon bereits zur Verfügung gestellt, die fehlenden 17 000 Euro sollen im Nachtragshaushalt bereitstehen.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion
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