Wüsting - Paprika, Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Weintrauben, lecker belegte Vollkornbrötchen und so allerhand mehr gab es am Freitagmorgen beim gesunden Frühstück in der Grundschule Wüsting zu naschen. Eine Woche lang hatten sich die Erst- bis Viertklässler in der Projektwoche unter dem Titel „Gesunde Ernährung“ mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt: Während es in der ersten Klasse um Milchprodukte ging, beschäftigten sich die Zweitklässler mit Obst und Gemüse. Die dritten Klassen lernten in der Projektwoche die verschiedenen Getreidesorten kennen und die Viertklässler vertieften die Frage „Wie kann ich mich gesund ernähren?“

Dabei standen auch Ausflüge auf dem Stundenplan: So ging es für die ersten und zweiten Klassen zum Hof Grummersort, eine dritte Klasse besuchte eine Windmühle in Bad Zwischenahn, um zu sehen, wie Mehl gemahlen wird, und die restlichen Drittklässler fuhren zum Museumsdorf in Cloppenburg. Dort erfuhren die Kinder, wie mühsam es damals war, sich zu ernähren.

Die 4a habe zwar keinen Ausflug gemacht, stattdessen aber jede Menge Gerichte mit Obst und Gemüse zubereitet, berichtet Klassenlehrerin Karin Tellmann. So ließen sich die Kinder Knabbergemüse mit Dip sowie Brotgesichter schmecken. Bei den Schülern herrschten laut Tellmann merkliche Unterschiede, wenn es um die Bestimmung der Sorten ging: So kannten die einen Kinder erstaunlich viele Obst- und Gemüsesorten, während sie bei anderen Schülern erschrocken gewesen sei, welch geringe Rolle die gesunden Lebensmittel bisher im Leben der Kinder spielten. Beim Frühstück aber wussten dann alle Bescheid. Bevor es losgehen konnte, schnippelten die Viertklässler mit Unterstützung einiger Eltern bunte Obst- und Gemüsehäppchen und verteilten Servietten. Die Erst- und Zweitklässler schmückten die Turnhalle mit selbst gebastelten Kühen und hängten Plakate mit Informationen rund um Ernährung auf.

Bevor schließlich alle zum Buffet stürmten, begrüßte Pastor Udo Dreyer die Kinder und erzählte zwei Geschichten, mit denen er deutlich machte, welchen Anteil Gott am Wachsen und Gedeihen der Pflanzen und Früchte hat. Gemeinsam mit den Schülern stimmte er außerdem die Lieder „Komm, Herr, segne uns“ und „Danke für diesen guten Morgen“ an.

Für Viertklässler Johann ist ganz klar, was das Beste in der Projektwoche ist: „Jedes Jahr das große Frühstück mit dem Buffet.“ Jetzt weiß der Zehnjährige aber auch ganz genau, wie all die Leckereien im Körper verarbeitet werden. Die achtjährige Marie achte zwar schon immer auf eine gesunde Ernährung, aber durch die Projektwoche kenne sie nun auch alle Getreidesorten ganz genau.

Dass die Kinder sich in der Schule überwiegend gesund ernähren, kann Meike Rengel-Heick, Klassenlehrerin der 3 a, bestätigen. In den Brotdosen landen laut Rengel-Heick hauptsächlich Vollkornbrot, klein geschnittenes Gemüse und viel Obst. Nach der Projektwoche würden die Kinder aber noch verstärkter darauf achten und ihre Klassenkameraden auch ermahnen, wenn dann doch mal jemand in der Pause einen Schokoriegel nascht.