Das Engagement von Kirsten Radtke, die sich für den Erhalt der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen einsetzt, ist beispiellos. Sie könnte sich auch zurücklehnen und nichts tun. Schließlich wird ihre Tochter ihren Abschluss an der Förderschule am Voßbarg in Rastede machen können, bevor die Inklusion greifen wird.

Kirsten Radtke aber denkt weiter, denkt an Kinder, die ähnliche Lernschwierigkeiten haben. Mit der Online-Petition möchte sie die Politik wach rütteln. Das sollte ihr gelungen sein. In Hannover sollte deutlich geworden sein, dass Eltern Bedenken haben, wenn es um die Inklusion geht. Eltern, die aus eigener Erfahrung wissen, wie es an Schulen zugehen kann.

Dass es dabei nicht das Ziel ist, den Gedanken der Inklusion schlecht zu reden, sollte deutlich geworden sein. Vielmehr geht es um eine Wahlfreiheit. Wenn es Kirsten Radtke mit ihrer Petition gelungen ist, dass in Hannover darüber noch einmal nachgedacht wird, hat sie schon viel erreicht.