BENSTRUP - Für die Dressurreiterin Kristina Sprehe bricht in diesem Jahr eine neue Ära an. Die Doppel-Vize-Europameisterin im U21-Bereich des vergangenen Jahres will sich in dieser Saison im Grand-Prix-Sport etablieren. „Das ist eine riesengroße Umstellung. Auf Grand-Prix-Niveau zu reiten, ist der Sprung in die Königsklasse des Dressursports“, bringt es ihr Vater Paul Sprehe auf den Punkt. Seine Tochter gehört in Deutschland zu den größten Talenten in ihrer Altersklasse.

Die Wintermonate nutzte sie zusammen mit ihrem Trainer Holga Finken aus Kirchwalsede für die Saisonvorbereitung. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie am Osterwochenende während des Dressurturniers in Zeutern auf dem Martinshof.

Ihre Ergebnisse können sich sehen lassen: Auf ihrem Pferd Royal Flash gewann sie eine Prüfung der schweren Klasse mit Grand-Prix-Lektionen deutlich mit 820 Punkten. Das Paar präsentierte sich konzentriert und routiniert und ließ den Konkurrenten keine Chance.

Der Höhepunkt war der Auftritt im Grand Prix. Hier lieferte sie sich einen Zweikampf mit ihrem Trainer Holga Finken. Am Ende hatte der Trainer mit seinem Pferd Wunschtraum die Nase vorn. Er belegte den zweiten Platz. Mit nur vier Punkten Rückstand lag Kristina Sprehe an dritter Stelle. Finken war zufrieden: „Ich bin beeindruckt, schließlich war es einer ihrer ersten Grand-Prix-Starts.“

Sprehes positive sportliche Entwicklung deutete sich schon in den Wochen vor dem Turnier in Zeutern an: Bei einem Sichtungslehrgang für den „Piaffe-Förderpreis“ wurde sie von Bundestrainer Holger Schmezer in den handverlesenen Teilnehmerkreis aufgenommen.

Kristina Sprehes großes Ziel ist es, sich bei den vier Qualifikationsturnieren für das Finale im November 2008 im Zuge der German Masters in Stuttgart zu qualifizieren. Diese Serie für bis zu 25 Jahre alte Dressurreiter war schon für zahlreiche Reiter ein Sprungbrett. So schaffte es Ellen Schulten-Baumer bis in den deutschen Championatskader. Vielleicht gelingt der Dinklagerin eine ähnliche Karriere.

Holga Finken zeigte derweil seine ganze Klasse mit dem Hengst Donnerball in zwei Prüfungen der Klasse S. Der achtjährige Hengst holte sich im Prix St. Georges den zweiten Platz und war in der Finaldressur der Klasse S am Ostermontag der strahlende Sieger.