BERLIN - Viele Schüler in Deutschland fühlen sich bei ihrer Berufswahl zu wenig beraten und hätten gerne mehr Einblick in den Berufsalltag. So weiß jeder vierte Schüler im Alter von 18 Jahren noch nicht, welchen Beruf oder welche Ausbildung er nach der Schule ergreifen soll. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa in Berlin.
Demnach wünschen sich auch die meisten Eltern (denen ihrerseits viel Einfluss auf Berufsentscheidungen zugemessen wird) und Lehrer für ihre Kinder oder Schüler mehr zusätzliche Angebote zur beruflichen Orientierung.
Jeder dritte Schüler zwischen 14 und 18 Jahren fühlte sich laut Umfrage nicht ausreichend von Eltern, Schule oder Arbeitsamt informiert. 66 Prozent der befragten Schüler und sogar 91 Prozent der Eltern hätten gern mehr Einblick in die berufliche Praxis sowie eine Beratung. Ganz oben auf der Wunschliste stehen mehrwöchige Betriebspraktika (90 Prozent), Betriebsbesichtigungen (76 Prozent) sowie eine individuelle Berufsberatung (78 Prozent). Fast alle befragten Lehrer wiederum zeigten sich zwar mit dem vorhandenen Angebot zur Berufsorientierung an ihren Schulen zufrieden, wünschten sich aber mehrheitlich mehr individuelle Berufsberatung (87 Prozent).
An der Umfrage im Auftrag eines Margarine-Herstellers nahmen über 500 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren teil sowie rund 500 Eltern und 250 Lehrer.
