• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Entwicklung: Wenn Chefs sich den Job teilen

11.09.2021

Berlin Aus der Politik kennt man es bereits: das Führungsduo. Das bekannteste dürfte derzeit das aus Annalena Baerbock und Robert Habeck sein, die sich den Grünen-Parteivorsitz teilen. Das Konzept eines Führungsduos gibt es auch in deutschen Unternehmen – nur ist es noch nicht so etabliert.

Das Jobsharung

Denn Arbeit im Führungsduo bedeutet auch, dass eine Vollzeitstelle in ungefähr zwei Mal Teilzeit aufgeteilt wird. Zwei Personen treffen dann gemeinsame Entscheidungen. Der dazugehörige Anglizismus: Jobsharing.

Eine Führungskraft in Teilzeit – davon halten 45 Prozent der Personalleiter in Deutschland nichts. Das hat eine Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo und des Personalvermittlers Randstad unter 630 Personalverantwortlichen ergeben. Für 40 Prozent der Befragten ist ein Halbtags-Chef demnach aber zumindest denkbar. „Arbeitszeit sollte in zukunftsgerichteten Unternehmen kein Maßstab mehr für Führungsleistung sein“, sagt Richard Jäger, Chef von Randstad Deutschland. „Hier sind in erster Linie entsprechende fachliche und soziale Kompetenzen gefragt, alles andere ist eine Frage der Organisation und nicht der 40-Stunden-Woche.“

Dem Verband für Fach- und Führungskräfte (DFK) zufolge hat Führung in Teilzeit eine Reihe an Vorteilen für den Betrieb. Teilzeitkräfte seien kreativer und unter dem Strich auch motivierter, da ihnen nur wenige Arbeitsstunden pro Tag oder Woche zur Verfügung stünden. „Die Motivation steigert sich auch aufgrund der Möglichkeit zur Vereinbarung von Beruf mit Familie und Freizeit. So haben nicht nur Frauen die Möglichkeit, für die Familie da zu sein, sondern auch die Väter“, sagte DFK-Vorstand Nils Schmidt. Durch moderne Führungsformen würde der Beruf an die eigene Lebenssituation angepasst, starre Rollenbilder könnten verworfen werden.

Teilzeitlösungen seien daher auch für Männer, aber gerade für Frauen wichtig. „Da Frauen ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt durch zum Beispiel Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen häufiger und länger als Männer reduzieren, führt der in weiten Teilen der Wirtschaft weiter gelebte Standardkarriereprozess bei ihnen zu einem Karriereknick und einer Karrierefalle“, sagt Anke Janetzki, Sprecherin des Verbands deutscher Unternehmerinnen.

Das Konzept des Jobsharings gibt es zwar in einigen Firmen, weit verbreitet ist es aber noch nicht. Ob es „Shared Leadership“ (geteilte Führung) oder „Joint Leadership Tandems“ (gemeinsame Führungsduos) heißt – das Konzept ist immer dasselbe. Zwei Personen lösen Probleme, entwickeln Ideen und treffen Entscheidungen. So gibt es beim Chemieunternehmen BASF, wenn auch nur vereinzelt, bereits Führungsduos.

Noch mehr Vorteile

„Jobsharing bietet nicht nur Vorteile für die Tandempartner. Auch die Teams profitieren von dem Know-how zweier Köpfe und die Mitarbeiter haben immer einen Ansprechpartner“, sagt eine Sprecherin des Konzerns. BASF-intern gibt es eine Jobsharing-App, mit der sich Gleichgesinnte vernetzen und Arbeitspartner werden können.

Die Beispiele für Jobsharing von Führungskräften werden zahlreicher – auch in der Region. Ein Beispiel ist EWE.

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.