Berlin - Der Anteil von Frauen in den Führungspositionen deutscher Unternehmen steigt nur sehr langsam. Die Quote liegt derzeit einer Datenbank-Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zufolge bei 24,9 Prozent, wie aus einer Übersicht hervorgeht, die der Agentur dpa vorliegt.
Das war nicht mal ein Prozentpunkt mehr als vor gut einem Jahr. Damals hatte Crifbürgel einen Wert von 24,2 Prozent ermittelt. Am stärksten vertreten in den Chefetagen waren Frauen im Gesundheits- sowie im Veterinärwesen und im Handel. Nur geringen Anteil spielen sie in der Schifffahrt, im Maschinenbau sowie im Baugewerbe.
Die Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar) forderte erneut mit Nachdruck eine Ausweitung der verpflichtenden Quote in Aufsichtsräten auf börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen. „Das wäre der Hebel, um deutlich mehr Breitenwirkung zu erzielen und weit mehr Frauen in Führungspositionen zu holen“, sagte Fidar-Chefin Monika Schulz-Strelow. „Die verbindliche Frauenquote macht den Unterschied.“ Bei den 105 Unternehmen, die bereits einer gesetzlichen Quote unterliegen, gebe es „größere Fortschritte“.
