BERNE - Zwei Schulinspektoren durchleuchteten mehrere Tage lang die Grundschule. Was sie sahen, gefiel ihnen.
von Hauke Fooken
BERNE - Die Berner Comenius-Schule hat bei ihrer ersten Schulinspektion Bestnoten erhalten und liegt derzeit auf Platz eins in Niedersachen. Zirka 350 Schulen – Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien – wurden bislang überprüft. Im Beisein von Anja Pommerel, stellvertretende Elternratsvorsitzende und Bernes Bürgermeister Bernd Bremermann machten gestern Schulleiter René Jonker und sein Stellvertreter Reinhard Wieker das exzellente Abschneiden der Grundschule beim Schul-TÜV öffentlich.Vom 2. bis 5. Februar hatten zwei Schulinspektoren aus Bad Iburg 216 Schüler, elf Lehrer, knapp 50 pädagogische Mitarbeiter und AG-Leiter sowie die Arbeit des Hausmeisters unter die Lupe genommen. Das Resultat: Bei 13 von 15 Qualitätsprofilen gab es Bestnoten, zweimal gab es zweitbeste Noten.
Die beiden Inspektoren durchleuchteten die gesamte Schule. Sie tauchten unangemeldet im Unterricht auf, aßen mit Ganztagsschülern im Forum, führten Interviews mit Schülern, Eltern und Lehrern. Allein zweieinhalb Stunden lang wurden Jonker und Wieker mit Fragen „gelöchert“. Auch ein Schulrundgang, bei dem jeder Winkel inspiziert wurde, gehörte dazu.
Schon Wochen vorher hatten sich die Inspektoren umfassend über pädagogische Konzepte, Schulprogramm, Weiterbildung, die Teilnahme am Comenius-Programm der EU und das Nachmittagsprogramm informiert. „Das Detailwissen der Inspektoren war erstaunlich“, meinte Jonker. Doch von den Papieren ließen sich die Inspektoren laut Jonker nicht irritieren: „Die haben den Schulalltag beobachtet und geguckt, wie unsere Konzepte umgesetzt werden.“ Ihr Hauptaugenmerk hätten beide dabei auf das Kerngeschäft von Schule, den Unterricht, gelegt.
Dass die Comenius-Schule so gut abgeschnitten hat, begeistert Schüler, Lehrer und Elternvertreter: „Darauf sind wir richtig stolz“, meinte Anja Pommerel. Bürgermeister Bremermann freute sich ebenfalls riesig: „Das ist eine gute Werbung für den Standort Berne.“ Er verwies darauf, dass die Gemeinde bis Ende 2007 rund 5,5 Millionen Euro für ihre Grundschulen ausgeben haben wird. Durch den Neubau in Ganspe strebe man gleiche Schulverhältnisse im gesamten Gemeindegebiet an. Lob für das gute Zeugnis gab es auch von Regierungsschuldirektor Harald Seyffarth, bei der Landesschulbehörde für Berne zuständig.
Jonker warnte gestern vor allzu viel Euphorie: „Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme. Daran werden wir beim nächsten Mal gemessen.“ Wie die Comenius-Schule an der Spitze bleiben kann, dass wussten übrigens die Inspektoren: „Weitermachen“, lautete deren Devise.
