BERNE - „Jedes Kind sollte das Glück kennen, wenn Vater oder Mutter eine Geschichte vorlesen“, sagt „Literaturpäpstin“ Elke Heidenreich, Vorlese-Botschafterin und Schirmherrin des bundesweiten Vorlesetages in einer Person. Zum vierten Mal hatten die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die Stiftung Lesen zum Vorlesetag aufgerufen und so fanden sich auch in der Berner Comenius-Schule sieben Vorlese-Paten ein, um vor den Schulklassen zu lesen.

Entsprechend abwechslungsreich war das Geschichtenprogramm. Der Landtagsabgeordnete Björn Thümler (CDU) hatte in der Schulbibliothek gestöbert und lag mit seiner Wahl „Der Findefuchs“ genau richtig. Die stellvertretende Berner Bürgermeisterin, Karin Logemann, und der Schulleiter des Schulzentrums Karl-Heinz Pauly-Erythropel, nahmen den 100. Geburtstag von Astrid Lindgren zum Anlass und lasen aus „Ronja Räubertochter“. Stefanie Neumann und Erich-Peter Reske hatten für ihre kleinen Zuhörer Bücher aus der „Leselöwen-Reihe“ gewählt. Die Schüler der ersten Klasse hingen Herma Pannemann förmlich an den Lippen, als sie „Ut'n Leven vun Emil“ erzählte und bei der Elsflether Autorin, Renate Detje, hatte sich die Plattdeutsch-AG der Schule versammelt und gemeinsam erlebte man „Aventüür in Lüttfriesenwichtelfehn“. Mit dem Vorlesetag möchten „Zeit“ und Stiftung Lesen das Vorlesen und Erzählen wieder populär machen.