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Austausch Berufsschulen kooperieren mit College aus Litauen

Jever - Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Jever bauen derzeit eine neue Kooperation mit dem Utena College in Litauen auf: „Wir öffnen uns Richtung Osteuropa“, sagt BBS-Schulleiter Jan Zimmermann. Er unterzeichnete mit dem Leiter des Utena College, Prof. Dr. Gintautas Buzinskas, der mit Ruta Jurgelioniene in Jever zu Gast ist, eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit. Auch die Jade-Hochschule in Wilhelmshaven könnte Partner werden.

Kern der Kooperation zwischen BBS und College ist ein Schüler- und Studenten-Austausch. Vor allem die Auszubildenden der kaufmännischen Berufe an der BBS Jever haben sich einen Kontakt nach Osteuropa gewünscht. „Angehende Groß- und Außenhandelskaufleute, deren Ausbildungsbetriebe international agieren, kommen häufig in Kontakt mit Handelspartnern oder Kunden aus Osteuropa“, erklärt Elfriede Wichmann, Koordinatorin der kaufmännischen Ausbildungsberufe. Künftig sollen die Auszubildenden aus Deutschland und die Studenten aus Litauen – beim Utena College handelt es sich um eine Fachhochschule – Erfahrungen in Betrieben des jeweils anderen Landes sammeln. Ein Austausch soll mehrere Wochen dauern, der erste könnte im Herbst stattfinden.

Detailplanung läuft

Zur Detailplanung der Kooperation werden Elfriede Wichmann und Helena Overina Anfang Juni nach Litauen reisen. Overina, die seit gut drei Monaten an der BBS arbeitet und aus Lettland stammt, hat den Kontakt hergestellt. „Ich habe 17 Jahre im International Office einer Hochschule in Lettland gearbeitet und habe diesen Kooperationspartner aus 156 Kontakten von damals ausgewählt“, erklärt sie. Beim Utena College habe es sich stets um einen sehr verlässlichen Partner gehandelt. „Vor allem die Studentenpraktika sind besonders gut gelaufen.“ An diese Zusammenarbeit will nun die BBS anknüpfen, dafür wirbt sie auch bei den hiesigen Ausbildungsbetrieben, die schließlich im Fall einer Teilnahme am Austausch für Wochen auf ihre Auszubildenden verzichten müssen. „Wir versuchen, den Unternehmen den Mehrwert deutlich zu machen“, sagt Zimmermann.

„Unsere Studenten sollten deutschen Standard in Betrieben kennenlernen und andersherum“, findet Gintautas Buzinskas. „Wir haben ein großes Interesse an unseren deutschen Freunden, aber auch für deutsche Investoren ist Litauen interessant, viele haben bereits investiert“, betont er.

Auch Detlef Reuter vom International Office der BBS Jever und Vertreter der Internationalen Berufsbildung Jade (IBJ), einem Zusammenschluss der Berufsbildenden Schulen Jever, Varel, Wilhelmshaven und Wittmund, begrüßt die neue Kooperation: „Es ist toll, dass dieser Kontakt aus dem Kollegenkreis heraus entstanden ist. Bisher hatten wir nur leichten Kontakt nach Riga. Ich bin überzeugt, dass wir im Utena College einen verlässlichen Partner gewonnen haben.“

Aktive Friedenspolitik

Neben Litauen pflegt die BBS Jever Kooperationen mit den Niederlanden und Finnland: „Das ist aktive Friedenspolitik, die nächste Generation muss Landesgrenzen verwischen, dazu kann die Interkulturelle Bildung beitragen. Es entstehen Freundschaften und die Schüler sehen, dass vieles gleich ist und manches anders“, so Zimmermann.

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