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Zeugnisübergabe Bestnoten auch ohne Zauberkünste

Beatrix Schulte

Nordenham - Einen zauberhaften Abschied erlebten 89 Abiturientinnen und Abiturienten am Freitagabend bei der offiziellen „magischen“ Zeugnisübergabe auf dem Tennisplatz des Gymnasiums. Wegen der Hitze fand die Zeremonie draußen statt. Für die musikalischen Einlagen sorgte die Schulband, die mit gecoverten Popsongs gefiel.

Die wahren Schrecken

Schulleiter Klaus-Dieter Laske stellte die Frage nach dem wahren Schrecken der Schulzeit. Denn das Abi-Motto lautet ja: Abi Potter – Entkommen aus der Kammer des Schreckens. Da wurde schon mal die Alraunen-Medizin mit dem Zeugnis verglichen, und nicht irgendein Ungeheuer oder Feind musste überwunden werden, sondern lediglich der innere Schweinehund.

Dass die Schulzeit nur eine Kammer des Schreckens gewesen sein soll, wollte Laske nicht ganz einsehen. Gab es doch etliche Bereicherungen wie eine Entspannungs-AG, einen Segelkursus, eine Streichergruppe und einige Außenstellenfeste. Erstmalig habe auch die Wahl zu Spanisch als zweiter Pflichtfremdsprache bestanden, ein Wahlbereich für eigene Interessen und zwischen Lehren bot neue Möglichkeiten, individuelle Neigungen zu bekunden. In einem Seminarfach konnten die eigenen Wissensziele und Interessen eingebracht werden, die Themen wie Märchen, französische Romane oder Wissenschaftsgeschichte behandelten.

Klaus-Dieter Laske sah eher schon die Tatsache der Kammer des Schreckens durch die hohen Belastungen des G8-Gymnasiums, die 34 Pflichtstunden oder die vielen Klassenarbeiten erfüllt. „Oder resultiert das Abi-Motto vielmehr aus der Enttäuschung darüber, dass der Jahrgang 2015 als einziger Jahrgang keine Studienfahrt in der Oberstufe machen konnte?“, fragte Laske mit einem Augenzwinkern und ließ auch nicht die fünf qualvollen handylosen Tage während der Abi-Prüfungen unerwähnt.

Sehr erfreut zeigte sich Laske über die Ergebnisse der 89 Potter-Zöglinge, die mit einem Jahrgangsdurchschnitt von 2,63 im Vergleich zu den Vorjahren besser abschnitten. Die Bandbreite der Noten reichte von 1,1 bis 3,7.

14 Schüler haben eine 1 vor dem Komma, was einer Quote von 16,9 Prozent entspricht. Auch die Durchfallerquote sei von 8,6 Prozent im Jahr 2014 auf 6,7 Prozent 2015 gefallen. „Das sind Leistungen, die sich sehen lassen können“, stellte der Schulleiter nicht ohne Stolz fest. Er zeichnete die besonders erfolgreichen Abiturienten mit Medaillen und einem Präsent aus. Das beste Abitur legte Stefanie Walter mit 810 Punkten und einer Traumnote von 1,1 ab. Nur einen Punkt weniger und ebenfalls die Note 1,1 erzielte Darius Block. Platz 3 teilten sich mit der Durchschnittsnote 1,2 Niklas Müller und Annika Schmidt. Darius Block wurde zudem mit dem Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für seine hervorragenden Leistungen im Fach Physik ausgezeichnet, verbunden mit einer Mitgliedschaft. Traditionell werden die Preise in den MINT-Fächern Physik, Mathematik und Chemie an die begabtesten naturwissenschaftlichen Schüler vergeben. Auch Florian Meiners bekam als Zweitbester im Fach Physik eine Auszeichnung. Niklas Müller wurde im Fach Mathematik ausgezeichnet, und der Preis der Chemie ging an Florian Meiners und Annika Schmidt.

Sozial engagierte Schüler

Einen Schwerpunkt auf die sozialen Bereiche legte der Förderverein bei seiner Ehrung besonders engagierter Schüler. Die Auszeichnung nahm der Vorsitzende Dr. Jürgen Schlegel vor, dessen Dank sich auch an die Lehrkräfte richtete, die nicht unerheblich zum Erfolg dieses Jahrganges beigetragen haben. Johanna Kania, Stefanie Meyer (Streitschlichter), Marian Beerepoot, Fabian Lübken, Annika Schmidt, Kristina Keierleber (Schulsanitätsdienst), Louisa Görries, Mareike Herden, Wiebke Kreja, Niklas Müller, Dascha Stoll (Schüler helfen Schülern) und Julian Schwuchow, der sich in besonderer Weise im Förderverein, aber auch bei allen Veranstaltungen und in der Schülerband engagiert hat, erhielten eine Anerkennung in Form von Gutscheinen.

Landrat Thomas Brückmann wünschte den Abiturienten für die berufliche Zukunft alles Gute. „Bleiben Sie der Wesermarsch gewogen“, sagte Brückmann.

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