Cloppenburg - Mit der Eröffnung einer sehenswerten Ausstellung zum „Weltkindertag“ und einer Jubiläumsfeier im Kreishaus hat der Kinderschutzbund Cloppenburg am Donnerstagabend sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Seit 20 Jahren bietet der Kinderschutzbund Cloppenburg Kindern, Jugendlichen und Familien wirksame Unterstützung bei der Überwindung von Schwierigkeiten und Notlagen. Daneben setzt sich der Kinderschutzbund durch zahlreiche Aktionen und Initiativen sowie aktive Präventionsarbeit für kinder- und familienfreundliche Lebensverhältnisse ein“, lobte Landrat Hans Eveslage das wichtige Engagement des gemeinnützigen Vereins.
Fast 150 Bilder sind bis zum 19. Oktober im Foyer des Kreishauses zu sehen, in denen sich die jungen Künstler mit dem Thema „Kleine Seele – Großer Schmerz“ auseinander gesetzt haben. In kleinen Schwarz-Weiß-Zeichnungen, Kollagen oder auch farbenfrohen Bildern drückten die Kinder und Jugendlichen, ihre Ängste und Sorgen, aber auch Hoffnungen aus. Scheidung, Mobbing, Liebeskummer, aber auch Träume und Spaß am gemeinsamen Spiel wurden thematisiert.
Dr. Irmtraud Kannen, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Cloppenburg, betonte, dass es wichtig sei, die Fähigkeiten und Talente der Kinder und Jugendlichen zu fördern und sie so stark zu machen. Sie dankte den vielen Unterstützern und vor allem den ehrenamtlichen Mitarbeitern, durch die die Arbeit des Kinderschutzbundes erst möglich sei.
Die beiden Kinderpsychotherapeutinnen Marie Luise Kuhlenbeck aus Friesoythe und Elke Mund aus Cloppenburg betonten, wie verletzlich Kinderseelen seien. Kleine Kinder würden Erlebnisse und Gefühle sehr intensiv empfinden und seien psychisch extrem verletzbar. Jugendliche seien hingegen in der Zeit der Pubertät häufig psychisch sehr gestresst und könnten mit Kritik und Enttäuschungen nur schlecht umgehen. Kinder und Jugendliche bräuchten daher die Liebe, Sorge, aber auch die Grenzsetzung von Seiten der Eltern. In den ausgestellten Bildern würden die Kinder einen sehr direkten Blick in ihre Gefühlswelt geben. Daher empfahlen die beiden Kinderpsychotherapeutinnen allen Anwesenden, sich einmal intensiv mit den Bildern auseinanderzusetzen.
Die Bilder wurden vor allem von Kindern und Jugendlichen der Paul-Gerhardt-Grundschule, der Oberschule Pingel-Anton, des Clemens-August-Gymnasiums, der Fachoberschule Gestaltung sowie der Kunstschule Schewe gestaltet. Viel Applaus erntete der Emsteker Jugendchor „Amazing“ unter der Leitung von Claudia Lamping, der mit hervorragendem Gesang begeisterte.
