Vier neue Lehrkräfte verstärken Hauptschul-Team
Zum neuen Schuljahr
verstärken Jessica Preuschaft (25), Patrick Hanken (28), Benjamin Fennig (28) und Dr. Andreas Everinghoff (36) das Lehrerkollegium der Hauptschule. Verlassen haben die Schule Irmgard Fuchs, Sunhild Heinken-Raether und Jürgen Mahlstedt.Seit Mai
war Preuschaft bereits als „Feuerwehrkraft“ an der Schule eingesetzt. Sie hat die Klasse 8b übernommen und unterrrichtet unter anderem Physik, Sport, Mathematik und Arbeit/Wirtschaft. Auch ihre Kollegen Hanken, Fennig und Dr. Everinghoff unterrichten unter anderem Deutsch, Sport, Mathematik und Arbeit/Wirtschaft. Demnächst wird eine Umfrage zu Taschengeld durchgeführt.Kerstin Timmen und Jennifer Feldhaus begleiten die Achtklässler. Zwei Tage pro Woche sind sie in Betrieben.
Von stefan Idel
wildeshausen Der nahtlose Übergang von Schule in ein Ausbildungsverhältnis wird seit Jahren immer schwieriger. Aus dieser Situation haben das Land Niedersachsen und die Bundesagentur für Arbeit eine „Tugend“ gemacht. Landesweit wurden an 22 Hauptschulen so genannte Praxisklassen eingerichtet; eine davon an der Hauptschule Wildeshausen. „Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler einen besseren Berufsstart erhalten“, sagte der stellvertretende Hauptschulleiter Bernard Werner.
„Die Teilnahme in diesen Klassen ist freiwillig“, sagt Lehrerin Kerstin Timmen, die die Klasse 8d betreut. Unter den Schülern in ihrer Klasse sind auch Jugendliche aus Ganderkesee, Bookholzberg und Ahlhorn. Die Gruppe ist in der so genannten VBOP-Klasse zwei Jahre zusammen. Die Schüler werden in Kleingruppenarbeit besonders gefördert, um nach Klasse 9 den Hauptschulabschluss zu erreichen. Besonders wichtig sei die enge Verzahnung zur beruflichen Praxis. Ein halbes Jahr lang sind die Jugendlichen jeweils mittwochs und donnerstags in den Betrieben. An den übrigen Tagen nehmen sie am Ganztagsunterricht der Hauptschule teil. Mathematik und Deutsch sind Pflicht, aber auch Sport, Physik oder Englisch stehen auf dem Stundenplan.
Die Praktikumsplätze haben sich die Schülerinnen und Schüler selbst besorgt, erläutert Jennifer Feldhaus vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Die Sozialpädagogin begleitet die Hauptschulklasse, stellt den Bezug zur Praxis her. „Leider haben zwei Schülerinnen noch keinen Praktikumsplatz gefunden“, so Feldhaus. „Sie sind vor allem im Bereich Tierpflege oder an einer Gärtnerei interessiert.“ Bei den Jugendlichen seien insbesondere Berufe im Handwerk oder im Einzelhandel gefragt. Durch die Einbindung in den Praktikumsbetrieb werde die Ausbildungsreife nachhaltig gefördert, sind sich die Pädagogen einig. In Kombination mit der gezielten schulischen Förderung steigen die Chancen bei einer späteren Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz deutlich.
