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Bildung Inspektion: Die Realschule I ist zufrieden

Horst Lohe
NORDENHAM - Seit Mai 2005 gibt es die Niedersächsische Schulinspektion mit Sitz in Bad Iburg. Sie nimmt Qualitätsbewertungen aller öffentlichen Schulen vor. Jetzt war die Realschule I in Nordenham an der Reihe. Sie hat gut abgeschnitten. Das ergibt sich schon daraus, dass die Schulleitung auf Anfrage der

NWZ

  bereit war, der außerschulischen Öffentlichkeit Ergebnisse mitzuteilen.

Denn weder Schulinspektion noch Landesschulbehörde geben Daten an die Presse. Das gilt für alle Inspektionen im Lande. Ein öffentliches Ranking ist nicht beabsichtigt. Schulleitungen können sich aber dafür entscheiden, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Das haben die Rektorin Heidrun Beck und Konrektor Wolfgang Ringat am Dienstag auf

NWZ

 -Anfrage getan. Sie sehen die Inspektion als Evaluation (Bewertung) von außen an, die gut ist – auch für die Realschule. „Und wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.“

Vorweg spricht die Schulleitung dem gesamten Kollegium (34 Lehrkräfte unterrichten zurzeit 536 Schüler), den beiden Mitarbeiterinnen in der Verwaltung und dem Hausmeister Dank und Anerkennung für das nicht nur während der Inspektion gezeigte Engagement aus.

Starke Seiten

Als starke Seiten der Realschule I haben sich laut Schulleitung herausgestellt:  die Schulkultur, also Schulklima und Schulleben. Dazu gehöre der höfliche und respektvolle Umgang miteinander und die Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern.

Positiv aufgefallen sei auch die Kooperation mit außerschulischen Partnern und das Konzept für die Berufsvorbereitung. Zudem habe die Realschule I den Anspruch, dass Schüler sich im Schulleben engagieren, aber auch außerhalb des Unterrichts.

So unterstützen zum Beispiel ältere Schüler jüngere bei den Hausaufgaben und schulen sie im Computertestschreiben. Auch geben Schüler Computerkurse für Senioren.

Ein aktuelles Beispiel für außerschulische Aktivitäten: Die Realschule I präsentierte anlässlich des Familientages im Einswarder Werk von Premium Aerotec die Erfolgsgeschichte der Partnerschaft zwischen Schule und Unternehmen. Die Schulband trat auf der Festbühne auf.

Die Inspektion ergab laut Schulleitung aber auch wichtige Anstöße von außen zur Überarbeitung und Neuorientierung in einigen Bereichen der Schule – „dort wo wir nicht optimale Bewertungen erzielen konnten“, sagt Schulleiterin Heidrun Beck.

Mehr kooperatives Lernen

So will die Realschule I nun hinsichtlich der Methoden im Unterricht den Anteil kooperativer Lernformen erhöhen. Zudem soll die individuelle Lernentwicklung jedes einzelnen Schülers dokumentiert werden. Die bereits begonnene Online-Diagnose mit zusätzlichem Fördermaterial vor allem für die Fächer Englisch, Deutsch und Mathematik wird nun durchgängig vorgenommen.

Ganz wichtig sei Selbstevaluation in der Schule (SEIS). Die Realschule I müsse sich also selbst immer wieder auf den Prüfstand stellen. Dazu werde ein Fragebogen ins Internet gestellt für Eltern, Schüler und Lehrer – mit der Möglichkeit ganz gezielter und schneller Auswertungen.

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