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BILDUNG Nach der Fusion ohne Namen

Mensa und Verwaltungstrakt stehen auf der Wunschliste

Auf 1,7 Millionen Euro

belaufen sich die bislang vom Land Niedersachsen anerkannten vorläufigen förderfähigen Gesamtkosten für Investitionen, die die Fusion und insbesondere der Ganztagsschulbetrieb an der Haupt- und Realschule Rodenkirchen erforderlich machen. Dazu gehören unter anderem der Bau einer Mensa, eines Mehrzweck- und Veranstaltungsraumes sowie eines Verwaltungstraktes mit einem entsprechend großen Lehrerzimmer. Die Pläne dafür wurden zusammen mit dem Kreisbauamt erstellt. Bislang wurden die Fördermittel für das Vorhaben vom Land noch nicht freigegeben.

Holger Briese ist kommissarischer Leiter der Haupt- und Realschule Rodenkirchen. Jürgen Janssen vertritt ihn.

von rolf bultmann

Rodenkirchen Als Ergebnis eines Schülerprojekts zur Friedensbewegung in den 80er-Jahren gab sich die Hauptschule in Rodenkirchen 1986 den Namen „Martin-Niemöller-Schule“. Sie würdigte damit die Verdienste des 1984 verstorbenen ehemaligen U-Boot-Kommandanten, Pfarrers, Konzentrationslager-Häftlings, Präsidenten des Weltkirchenrates und Träger der Albert-Schweitzer-Friedensmedaille. Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008, also 21 Jahre nach der Namensgebung, gibt es die Martin-Niemöller-Schule in Rodenkirchen nicht mehr.

Die Demontage des Namenszuges am Schulgebäude ist eine Folge der Fusion der Hauptschule mit der Realschule Rodenkirchen. Beide Schulen wurden zu Beginn des neuen Schuljahres zur „Haupt- und Realschule Rodenkirchen“ vereint. Die werde sich zur gegebenen Zeit einen neuen Namen geben, versicherten der kommissarische Schulleiter Holger Briese, zuvor Rektor der Realschule, und sein ebenfalls kommissarischer Stellvertreter Jürgen Janssen, vorher kommissarischer Leiter der Hauptschule.

Der Name Martin Niemöller sei in den vergangenen 20 Jahren durch die Hauptschule belegt gewesen. Durch eine Beibehaltung dieses Namen könnte in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen, dass es die Realschule in Rodenkirchen gar nicht mehr gibt. Die blicke aber auf eine über 150-jährige Eigenständigkeit und Tradition zurück, machte Holger Briese deutlich.

Die Suche nach einem neuen Namen für die Haupt- und Realschule werde eine Aufgabe des zu bildenden neuen Schulvorstandes in Absprache mit der Gesamtkonferenz und natürlich unter Einbeziehung der Schüler sein.

Für die rund 430 Schüler der Haupt- und Realschule Rodenkirchen hat sich mit der Ausnahme, dass sie eine gemeinsame Schulleitung und Verwaltung haben, nichts geändert. Im Hauptschulzweig werden 187 Schüler in neun Regel- und vier Kooperationsklassen sowie im Realschulzweig 244 Schüler in zwölf Klassen nach den bisherigen Kerncurricula (Richtlinien) für den jeweiligen Schulzweig unterrichtet.

28 Real- und Hauptschullehrer, drei Förderlehrer, zwei Referendare, eine Sozialpädagogin und eine pädagogische Mitarbeiterin gewährleisten nach Auskunft von Holger Briese und Jürgen Janssen eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung.

Gemeinsame Angebote für die Schüler beider Schulzweige gibt es bei der noch im Aufbau befindlichen Ganztagsbetreuung. Dafür waren der Realschule zusätzliche 7,5 und der Hauptschule sogar insgesamt 31 zusätzliche Lehrerstunden von Land zugeteilt worden. Die Hauptschule hat sich diese Stunden „kapitalisieren“ lassen, um mit dem Geld die Hilfe von Vereinen, Institutionen oder geeigneten Personen bei der Schaffung eines attraktiven Sport- und Kulturangebots „einkaufen“ zu können.

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