Neuenburg - Seit zehn Jahren ist die Evangelische Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in Varel und der Friesischen Wehde vertreten. Jetzt wurde das neue Jahresprogramm 2017/2018 vorgestellt. An 17 Orten in Varel, der Friesischen Wehde und Wilhelmshaven finden Veranstaltungen statt.
Veranstaltungen wie der historische Stadtrundgang durch das jüdische Varel seien auch in diesem Jahr wieder sehr beliebt und im Programm enthalten, sagt Rüdiger Schaarschmidt, Leiter der Familien-Bildungsstätte. Auch viel Neues wurde ins Programm aufgenommen. So zum Beispiel ein Vortrag zum Leben mit Demenzkranken, der im September stattfinden soll. Handlettering, eine Kräuterwanderung sowie Spanisch- und Englischkurse werden angeboten.
Neu ist ebenfalls das Musizieren mit der Veeh-Harfe. „Es ist ein Instrument, das ohne musikalische Erfahrung gespielt werden kann“, sagt Rüdiger Schaarschmidt. Unter die Saiten des Instruments werden Notenblätter geklemmt, die zu erkennen geben, welche Saite gezupft werden muss. „Es ist ideal für Menschen mit Einschränkungen, Kinder und auch ältere Menschen, die Freude am Musizieren haben“, sagt er. Eigens für die Veeh-Harfe finden am 13. und am 20. Juni jeweils von 10 bis 15 Uhr Schnuppertage für alle Interessierten im Gemeindehaus in Neuenburg statt. „So lässt sich herausfinden, ob ein Kurs in Frage kommt oder nicht“, sagt Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer.
Das farbenfrohe Titelblatt des Heftes ziert das Wortspiel „Bindung bildet – Bildung bindet“, das als Leitgedanke des Programmes dient. „Die Bindung ist ein wichtiges pädagogisches Thema und zieht sich durch das Leben von Menschen aller Altersklassen“, sagt Rüdiger Schaarschmidt. Rund 150 Veranstaltungen werden angeboten. „Die Kooperation war hier von Anfang an sehr gut. Deshalb können wir jedes Jahr mehr Veranstaltungen anbieten.“
Es gehe darum, sich gegenseitig zu bereichern, und um das soziale Miteinander, sagt Tom Oliver Brok, Pfarrer in Büppel. Für Kreispfarrer Christian Scheuer ist die Bindung zum Glauben ein besonderes Anliegen. Auch gebe es Veranstaltungen, die es sonst nirgendwo gibt. „Vor allem das Angebot für trauernde Kinder, Eltern und Verwitwete ist eine Besonderheit in der Region. Sie sollen bei uns gut versorgt werden“, sagt er.
Pastorin Natascha Hillje-von Bothmer sagt, die Familien-Bildungsstätte mache das Gemeindeleben reichhaltiger. Durch die vielen Veranstaltungen seien die Gemeindehäuser ständig mit Leben gefüllt.
