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Bildung Schüler vor Schäden bewahren

Heinz-Josef Laing
ALTENOYTHE - Die Heinrich-von-Oytha-Hauptschule in Altenoythe startet an diesem Donnerstag mit 60 Schülern weniger als im Vorjahr in das neue Schuljahr. Aktuell besuchen dann 380 Schülerinnen und Schüler den Unterricht. Der Rückgang der Schülerzahlen ist nach Ansicht von Schulleiter Hermann Reiners eine Folge der seit Jahren sinkenden Geburtenraten. Dennoch behält die Hauptschule ihre 31 festen Lehrerstellen. Hermann Reiners im Gespräch mit der

NWZ

 : „Die Unterrichtsversorgung liegt bei 100 Prozent.“

Neue Fachunterrichtsräume bezieht die Altenoyther Schule im benachbarten Menrikushaus. Nachdem die Bücherei dort ausgezogen ist und nun im Karl-Borromäus-Haus eingerichtet wurde, bezieht die Schule die Räume, in denen künftig der Musikunterricht stattfinden wird. Hermann Reiners: „Das ist eine wirkliche Verbesserung unserer Raumsituation.“ Nicht mehr benötigt wird ein „ausgeliehener“ Klassenraum in der Altenoyther Gerbert-Grundschule.

80 der 380 Hauptschüler sind „Rückläufer“ von der Realschule. Sie verteilen sich auf die Klassen fünf bis zehn. Hermann Reiners: „Diese Zahl ist viel zu hoch.“ Die Gründe dafür hat der Schulleiter bei den Eltern der Schüler ausfindig gemacht. Alle 80 Schülerinnen und Schüler hätten von ihren jeweiligen Grundschulen eine Empfehlung zum Besuch der Hauptschule erhalten. Alleine zum heutigen Unterrichtsbeginn würden 20 Kinder als aktuelle „Rückläufer“ von der Realschule begrüßt. In den meisten Fällen seien die Eltern der Empfehlung nicht gefolgt und hätten ihre Kinder zum Besuch eines Gymnasiums angemeldet. Von dort seien die Kinder später zur Realschule gewechselt und besuchten nun die Hauptschule.

Hermann Reiners bedauert diese Entwicklung: „Leider ignoriert ein großer Teil der Eltern die Schullaufbahnempfehlungen und setzt sich darüber hinweg. Im Laufe der Schulzeit landen die Kinder dann bei uns.“ Die Schüler könnten Schaden nehmen im Verhalten, in der Lernhaltung, in der Haltung zu Schulen allgemein sowie gegenüber dem eigenen Elternhaus, befürchtet Reiners.

Zahlreiche Eltern begründeten die Ablehnung der Empfehlung damit, ihr Kind solle den Besuch einer höheren Schule versuchen. Hermann Reiners: „Durch solche Versuche erleiden die Kinder Schäden, die nur sehr schwer wieder zu reparieren sind.“ Vielen Eltern sei zudem nicht klar, dass die Bildungschancen an der Hauptschule auch die Möglichkeit eröffneten, in der zehnten Klasse den regulären Realschulabschluss zu erlangen.

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