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Bildung „Wir sind stolz auf unser Luxusproblem“

Horst Lohe
NORDENHAM - Rekordbeteiligung am Gymnasium Nordenham: In den Vorjahren waren es jeweils etwa acht Schüler; diesmal machten gleich 21 mit bei der Sanitätshelferausbildung der Johanniter-Unfallhilfe Nordenham. Damit hat die Schule jetzt ganz viele Sanitätshelfer: insgesamt 36. „Folglich haben wir ein Luxusproblem, aber wir sind stolz darauf“, freute sich am Montag im Gespräch mit der

NWZ

  Lehrerin Hanne Schikorski, die gemeinsam mit Lehrererin Meike Wassmann den Schulsanitätsdienst am Gymnasium betreut.

Acht der 21 neuen Sanitätshelfer sind in den aktiven Dienst der Johanniter eingetreten. Auch das ist Rekord. „Für uns ist das ein ganz großer Gewinn“, freuten sich die Ausbilderinnen Christine Lübken-Stoll und Tina Czeranowicz.

Ab dem Alter von 16 Jahren dürfen die ausgebildeten Schüler mit auf Sanitätsdienst der Johanniter gehen. Sie werden dabei jeweils von zwei erfahrenen Johannitern unterstützt.

Seit dem Jahre 2003 absolvieren alle Schüler der 9. Klassen des Nordenhamer Gymnasiums im Zuge der Mobilitätserziehung (früher: Verkehrserziehung) eine zweitägige Ersthelferausbildung. Dabei wird nach Angaben der Johanniter schon mehr vermittelt als in einem Kurs zum Erwerb des Erste-Hilfe-Scheins für den Führerschein. Schüler die das wollen, können darüber hinaus an der sechstägigen Ausbildung zum Sanitätshelfer teilnehmen.

Diesmal gab’s diese Ausbildung während der Projekttage vor den Sommerferien. Im Unterschied zu den anderen Schülern hatten die Teilnehmer aber jeden Tag länger zu tun und auch noch am Wochenende. Ausbilderin Christine Lübken-Stoll lobt: „Sie haben wirklich Stunde um Stunde gepaukt und auch abends und am Wochenende gebüffelt.“

Anlässlich der Überreichung der Sanitätshelfer-Scheine lobte am Mittwoch auch Schulleiter Klaus-Dieter Laske das Engagement der Schüler. Zudem dankte er den Johannitern für die Zusammenarbeit.

Ein Schüler hat bereits in einem Flugzeug beweisen können, dass während der Ausbildung am Gymnasium viel gelernt worden ist: Der Austauschschüler half einem Passagier.

Für den Schulsanitätsdienst am Gymnasium mit etwa 1000 Schülern sind an jedem Schultag jeweils sechs ausgebildete Sanitätshelfer zuständig. Sie helfen zum Beispiel, wenn ein Pflaster gebraucht wird oder ein Finger eingeklemmt worden ist, aber auch bei Knochenbrüchen. Zu tun gibt’s täglich genug.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Johannitern ist im Laufe der Jahre immer enger geworden. Mit Markus Wedemeyer haben die Johanniter einen ehemaligen Schüler als Ortsbeauftragten, der die Kooperation engagiert weiterführt. „Das ist hier an unserer Schule schon etwas Besonderes und sollte auch so bleiben“, meint Lehrerin Hanne Schikorski.

Die Schule profitiere auch davon, dass Schüler in den aktiven Dienst der Johanniter eintreten, weil sie das Materiallager in der Schule und die Verbandskästen kontrollieren dürfen. Im Gespräch sei jetzt eine Zusammenarbeit mit den Johannitern auch bei der Materialbeschaffung.

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