BISSEL - Grundschulen aus der Stadt Oldenburg, aber auch aus dem Umland wie dem Landkreis Oldenburg, nutzen das Schullandheim Bissel. Am Sonntag feierte die Einrichtung das 60-jährige Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Ein Anlass, der unter den Eltern und Schülern der angesprochenen Schulen ein enormes Echo hervorrief. Rund 1500 Menschen besuchten das Schullandheim, was auch an den langen Schlangen der parkenden Autos zu erkennen war.

Anbau ans „Eulennest“

Verbunden mit dem Tag der offenen Tür und dem kleinen Jubiläum war auch die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts in dem Unterkunftshaus „Eulennest“. Den Anbau mit zwei neuen Lehrer- bzw. Betreuerzimmern weihte der erste Vorsitzende der Stiftung Röwekamp-Heiligengeisttor für das Schullandheim Bissel, Heiko Pannemann, an diesem Tag ein.

Solar-Ofen vorgestellt

Ferner stellte die zum Schullandheim gehörende Umweltstation verschiedene Experimente rund um das Thema „Erneuerbare Energien“ vor. Große Beachtung fand dabei unter anderem der Solar-Ofen, der einen Topf ohne Weiteres zum Kochen aufheizt.

Daneben stellte sich der Verein „Emotion e.V.“ vor. Ein zusätzliches Angebot, mit dem die Stiftung das erlebnispädagogische Angebot grundsätzlich erweitert.

1949 wurde das Schullandheim Bissel auf Initiative von Eltern und Lehrern der beiden Oldenburger Grundschulen Röwekamp und Heiligengeisttor gegründet. Heute stehen die Gebäude, so genannte Nissen-Häuser, benannt nach dem General Norman Nissen, die als Soldatenunterkünfte in der Royal Army vielfach im Zweiten Weltkrieg dienten und in denen nach dem Krieg Flüchtlingen eine Bleibe fanden, unter Denkmalschutz.

Heim hat 78 Betten

Das Heim hat 78 Betten und arbeitet kostendeckend. Es konnte sogar der erste Bauabschnitt bei der Teilsanierung des „Eulennestes“ mit einem Betrag von rund 80 000 Euro durch die Stiftung mit finanziert werden. Nun aber steht der zweite Bauabschnitt ins Haus, denn die Unterbringungsmöglichkeiten und Schlafräume müssen ebenfalls erneuert werden. „Das sind immerhin noch einmal bis zu 130 000 Euro. Ein Betrag, den wir alleine nicht bestreiten können", sagte Pannemann. Er setzt dabei auf Zusagen von Stadtratsmitgliedern, aus dem kommenden Haushalt 2010 der Stadt Oldenburg eine stattliche Summe zu erhalten. „Nur so können wir auch an EU-Gelder als Stiftung gelangen“, betonte Pannemann die Notwendigkeit der öffentlichen Förderung.