Bloherfelde/Haarentor - Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte großer Hunger. Die Schulspeisung war für viele Kinder überlebenswichtig. Karl-Heinz Bonk schreibt: „In der Folgezeit des schrecklichen Krieges litten viele Menschen an Not, Mangel und Hunger und das galt besonders für die Kinder. In meiner Klasse gab es einen Jungen, der aus Ostpreußen hatte flüchten müssen. Diesem Jungen schenkte ich so manches Mal mein Butterbrot. Mutter konnte mir dank unserer Hausschlachtung immer ein Brot mit Wurst oder Schinken mitgeben.

Und dann war da die Schulspeisung. Von der Militärregierung wurde eine Schulverpflegung geplant. Nun erhielten alle Schüler im Westen von Deutschland täglich 359 Kilokalorien, was uns allen viel geholfen hat. (...)

Es gab eine leckere Erbsensuppe, auch eine mit Keksen oder einer Gemüsemischung und oft auch eine Schokospeise. Die Schüler waren alle nicht gerade geschmacksverwöhnt. Manchmal trug man auch den Rest heim. Die Speisung gab es bis Ende 1950/51.“