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AKTION Eine gute Idee wird ausgebaut

KAI HIPPEN

BOCKHORN - Die Bücher sind da, Kinder und Lehrer freuen sich, jetzt fehlen nur noch mehr Leselernhelferinnen und Helfer. Vor allem Bockhorner Senioren sind gefragt, den Grundschülern in Bockhorn und Steinhausen beim Lesen zu helfen. Das erklärte die Leiterin der Schule, Bettina Borosch, am Mittwoch beim Besuch von Herbert Wilken-Johannes, für die Bürgerstiftung Varel-Friesische Wehde Projektleiter der Aktion Leselernhelfer.

Wilken-Johannes kam nicht mit leeren Händen. Bilderbücher mit einfachen Texten und Vorlesebücher im Wert von 600 Euro hatte er mitgebracht; ein Teil blieb in Bockhorn, der andere ging an diesem Tag an die Grundschule Borgstede. Buchhändler Hans-Georg Müller (Varel und Bockhorn) hatte sie mit Preisnachlass zur Verfügung gestellt und selbst einen Betrag für den Zweck an die Bürgerstiftung gespendet.

„Wir haben mittlerweile rund 100 Leselernhelfer an den Schulen in Varel-Osterstraße, Zetel-Bohlenberge, Bockhorn, Borgstede und an der Förderschule in Varel“, freute sich Wilken-Johannes. „Wir wollen die Idee ausbauen. Bei der NWZ -Aktion ,Lust auf Lesen‘ im Dezember hatten wir den ersten Platz belegt, das hat uns den Ansporn gegeben, noch mehr Bücher zur Verfügung zu stellen.“

Die Sache funktioniert ganz einfach. Ein Leselernhelfer kümmert sich jeweils um ein Kind. Vormittags während der Unterrichtsstunden treffen sich Helfer und junger Leser in enger Absprache mit den Klassenlehrern in der Schule, um gemeinsam Bücher zu lesen, aber auch zu schreiben und Aufsätze und Diktate zu üben. In der Bockhorner Schule stellt Bettina Borosch dafür einen ruhigen Platz zur Verfügung. Die Schulleiterin: „Mütter machen mit, aber es wäre schön, wenn sich noch mehr Senioren melden würden.“

Herbert Wilken-Johannes ist begeistert von der Aktion, gleiches berichtet er auch von den bisherigen Leselernhelfern: „Es ist eine total schöne Aufgabe, die beiden Seiten zugute kommt. Es kann so etwas wie ein Großeltern-Enkel-Verhältnis entstehen bis hin zu Patenschaften im sozialen Bereich. Für die kleinen Menschen ist es eine Lebenshilfe.“ Interessenten können sich bei ihm unter Tel. 04451/3352 melden: „Ich gebe ausführliche Informationen und führe die Lesehelfer sicher in diese Aufgabe hinein.“

Er selbst, ehemaliger Grundschulleiter in Obenstrohe, hat sich der Projektleitung aus einem bestimmten Grund gewidmet. „Manchmal fallen Kinder beim Lesenlernen durchs Raster, Schule heute kann das personell und sachlich nicht auffangen. Dabei ist eins klar: Ein Kind, das lesen kann, kann auch einen Schulabschluss schaffen.“

Bettina Borosch fügte hinzu: „Es ist immer schön, unterstützt zu werden. Wir sehen die Probleme – auch interessierte Eltern haben es nicht immer leicht, mit ihren Kindern gemeinsam zu lesen.“

„Es ist eine total schöne Aufgabe“

Herbert Wilken-Johannes
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