BOCKHORN - Buggys fahren auf dem Boden herum, der Propeller des Solarbootes dreht sich, Windräder kreiseln, überall in zwei Werkstätten der Haupt- und Realschule Bockhorn bewegt sich was, und alles wird von regenerativer Energie angetrieben. Schüler der 9. Klasse bauen die Modelle, die sie auch mit nach Hause nehmen können. Angeleitet werden sie vom Fachleiter Technik, Dr. Jürgen Jacobs, und von den beiden EWE-Mitarbeitern Karl-Heinz Raczek und Henning Lichtenstein.

„Alles hat beim Energietag der Gemeinde Bockhorn angefangen“, berichtet Rektor Bernd Hannstein, da kam der Kontakt zwischen EWE und Schule zustande. Jetzt das Ergebnis: Der Energieversorger fuhr seinen großen Informationsbus auf den Schulhof mit Stromgeneratoren und Kraftwerksmodellen zur Illustration.

In der Schule bauten Raczek und Lichtenstein die Werkstätten auf, und da können jetzt die Schüler ihre Modelle bauen. Sie müssen Lochstreifen und Rohrmaterial aufbohren und ablängen, Innengewinde schneiden und sogar löten. Alles Übungen, die später in Metallberufen auch vorkommen. Raczek: „Das dient der Berufsorientierung.“ Die Aktion dauert bis Donnerstag an, an jedem Tag ist eine andere Klasse dran. Computer-Recherchen gehören auch zum Unterricht dazu.

Rektor und Fachbereichsleiter sehen in der Aktion die Chance, „Schüler altersgerecht und motivierend an das Thema regenerative Energie heranzuführen.“ In Praxis und Theorie geht es richtig zur Sache, da werden die Unterschiede zwischen Reihen- und Parallelschaltung praktisch demonstriert, da wird Spannung und Stromstärke gemessen.

Erneuerbare Ressourcen: Das Thema wird die Haupt- und Realschule auch weiter beschäftigen, wie Hannstein betonte.

Nächstes Projekt ist eine gemeinsame Aktion mit der Gemeinde Bockhorn zur Windenergienutzung. Und die Berufsorientierung wird weiterhin mit den Praxistagen in der BBS Jever und Betriebserkundungen unterstützt.