BOCKHORN - „Wir wollen uns vor Ort die Probleme ansehen“: Das erklärte Dr. Egbert Völkel (FDP), Vorsitzender des Bockhorner Schulausschusses, vor der Besichtigung der Außenstelle Steinhausen der Grundschule Bockhorn und der Grundschule Grabstede. In Steinhausen ging es vor allem um den Schulhof, der nach Ansicht der FDP zu klein ist und den Kindern nicht genügend Bewegungsspielraum bietet.
Dem stimmte für die Verwaltung Bürgermeister Ewald Spiekermann aber nicht zu: „800 Quadratmeter für rund 100 Schüler, das ist mehr als erforderlich.“
Dem Vorschlag der FDP, Gelände der benachbarten Pfadfinderbildungsstätte für die Erweiterung des Schulhofes heranzuziehen, erteilte Spiekermann eine Absage: „Die Pfadfinder brauchen den Platz für ihre Zeltlager im Sommer. Wenn das nicht mehr geht, ist der Bestand der Einrichtung gefährdet. Das darf nicht passieren.“
Die Ausstattung mit Spielgeräten sei allerdings im Vergleich mit den Schulhöfen in Bockhorn und Grabstede doch „ein bisschen armselig“, bekannte der Bürgermeister. Dem soll abgeholfen werden, mit Hilfe eines Arbeitskreises aus Lehrern, Eltern und Gemeindeverwaltung, mit dem in Bockhorn „sehr gute Erfahrungen gemacht worden sind“, wie die Schulleiterin Bettina Borosch unterstrich. Auch die Elternvertreterin Christel Bartelmei sprach sich dafür aus, bereits zu Beginn des kommenden Jahres mit den Beratungen anzufangen.
In Grabstede gibt es Probleme mit der Holzabdeckung einer Sitzmauer auf dem Schulhof. Sie wurde als unfallträchtig moniert. Wer allerdings die Abhilfe finanzieren soll, ist noch unklar. Die Schulleiterin Meike Roder wies darauf hin, dass mehr für den Schallschutz in Klassenräumen getan werden müsste. Dickere Gardinen sollen getestet werden.
Spiekermann nannte Einschulungszahlen für die kommenden Jahre, mit „einer beängstigenden Entwicklung für die Grundschule Grabstede.“ Während 2009 noch 27 neue Schüler aufgenommen werden, könnten es wenige Jahre später nur noch 13 sein. Dann wäre die Schule einzügig. Eine ähnliche Tendenz für die Grundschule Bockhorn könnte dazu führen, dass die Außenstelle Steinhausen nicht mehr benötigt würde: „Vielleicht haben wir Glück, dass sich das noch ändert“, betonte Spiekermann.
