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Jugendausschuss Kinder fordern die Gemeinde Bockhorn

Kai Hippen

BOCKHORN - Im Bockhorner Schul-, Jugend-, Kultur-, Sport- und Marktausschuss standen am Dienstagabend unter Leitung von Matthias Ihmels (SPD) Investitions- und Haushaltsfragen auf der Tagesordnung, diskutiert wurde aber über Grundsätzliches. Christel Bartelmei (CDU) brachte das Thema auf: „Wir müssen noch einmal über ein Konzept zur Jugendarbeit nachdenken.“

Mehr Krippenplätze

Sie habe mit vielen Eltern gesprochen, die sich mehr Ganztags-Betreuung und auch mehr Krippenplätze an Nachmittagen wünschten, erklärte die Ratsfrau. Ihr sei klar, dass das „steigende Kosten bei sinkenden Kinderzahlen bedeutet, doch wir sollten diese Fragen noch in diesem Jahr konzeptionell überarbeiten.“

Unterstützung bekam sie von den Fachfrauen im Ausschuss. Michaela Benner ist für den Gemeindeelternrat als beratendes Mitglied dabei: „Wir arbeiten mit den Kindergärten daran, wir gehen dem nach, was Eltern wünschen.“ Es gebe nun mal immer mehr berufstätige Frauen in der Gemeinde, „die nicht wissen, wohin mit den Kindern am Nachmittag.“

Und die Leiterin der Grundschule Bockhorn, Doris Kache, wies auf ein zweites Arbeitsfeld hin, Stichwort Lernen unter einem Dach: „Es gibt künftig einen sehr hohen Anteil von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die an den Grundschulen integriert werden müssen.“

Die Kindergärten hätten schon steigende Zahlen fürs kommende Schuljahr gemeldet, und ab 2013 müssen die Schulen alle diese Kinder auch übernehmen: „Da kommt einiges auf uns zu, was von der Gemeinde als Träger der Grundschulen materiell bewältigt werden muss.“

Auch die Jugendpflegerin Inja Boomgaarden berichtete von Anfragen im Jugendzentrum zur Nachmittagsbetreuung von Kindern, und Heinke Sieckmann (CDU) wies darauf hin, dass im Katholischen Kindergarten die Integration von behinderten Kindern in der Krippe auslaufe: „Wie geht es da weiter, da müssen auch Lösungen gefunden werden.“

Mittel veranschlagt

Harald Martens (UWG) kennt diese Probleme aus seiner langen Zeit als Kommunalpolitiker: „Wir werden Kompromisse finden müssen, aber das hat bislang immer gut geklappt.“ Bürgermeister Andreas Meinen führte aus: „Das alles hat zwar mit der Haushaltsdebatte nichts zu tun, aber es ist gut, dass die Themen angesprochen werden. Diese Felder müssen wir im Laufe des Jahres bearbeiten, da kommt ein dickes Aufgabenpaket auf den Ausschuss zu.“

Auf Nachfrage der

NWZ

  erklärte Meinen, dass Mittel für eine neue Bestuhlung in der Grundschule Grabstede im Haushalt 2012 mit 15 000 Euro veranschlagt sind: „Wir machen das für je eine erste, zweite, dritte und vierte Klasse. In drei Jahren ist diese Grundschule komplett einzügig.“

In den Osterferien, spätestens in den Sommerferien soll mit der Sanierung der Turnhalle in Grabstede begonnen werden.

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