BOCKHORN - BOCKHORN/HIP - Auf der jüngsten Sitzung des Präventionsrates der Gemeinde Bockhorn stand auch die Aufnahme eines Vertreters der „Initiative Kinder, Jugend und Familie in Bockhorn“ zur Debatte. Martin Bohrer zeigte auf, dass zu den vorrangigen Zielen dieser Initiative die Projektentwicklung und Verwirklichung alternativer Betreuungskonzepte in Kindergärten und Schulen sowie der Aufbau eines Informations-Netzwerkes für Familien zähle.
Der Bockhorner Bürgermeister Ewald Spiekermann wies darauf hin, dass diese Ideen von vielen Gruppen und Einrichtungen in der Gemeinde Bockhorn bereits abgedeckt würden. Auch Ute Ostendorf, Beratungslehrerin der Haupt- und Realschule, merkte an, dass im Präventionsrat bereits alle Vertreter der Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, der Kirchen und der Polizei vertreten seien. Sie sieht die Aufgaben der neuen Initiative schon durch den Präventionsrat als erfüllt an. Die Entscheidung über die Aufnahme wurde zurückgestellt.
Ute Ostendorf informierte über Ergebnisse des Präventionsprojektes „Gegen Gewalt“ in den fünften Klassen der Haupt- und Realschule Bockhorn (die NWZ berichtete). Die Dozenten hatten vermerkt, dass sich die Kinder über Schulformen und Klassengrenzen hinweg sehr gut verstanden hätten. Auffallend sei der hohe Redebedarf über alltägliche körperliche und verbale Verletzungen durch Väter und Mütter, aber auch in kinderinternen Streitigkeiten.
Mehrere Kinder, so die Dozenten, hätten berichtet, dass sie mehrmals von einem langsam fahrenden Wagen verfolgt worden seien. Das sollte im Auge behalten werden, forderten die Dozenten. Ebenso hätten Mädchen geäußert, dass sie auf Volksfesten von betrunkenen Männern belästigt worden seien. Richtige Verhaltensweisen in solchen Fällen sollten zum Beispiel in Schulen aufgearbeitet werden. Insgesamt haben die Dozenten ihrer Aussage nach einen sehr guten Eindruck von der Organisation der Präventionsmaßnahme, von Kindern und vom Kollegium der Schule gewonnen.
