BOCKHORN - „Pro Familia“ berät in Sexualfragen. Toleranz ist auch ein großes Thema.
Von Kai Hippen
BOCKHORN - An der Haupt- und Realschule Bockhorn wurden jetzt gleich mehrere soziale Projekte durchgeführt. So war ein Team von „Pro Familia“ zu Gast und arbeitete in Abstimmung mit dem Biologie-Lehrplan Sexualthemen in allen neunten Klassen auf. Die Fragestellungen konnten von den in Gruppen arbeitenden Mädchen und Jungen selbst bestimmt werden, Grundlage waren Themen rund um die körperliche und sexuelle Entwicklung.In Rollenspielen und Unterweisungen konnten Fragen rund um Freundschaft und Liebe, Empfängnisverhütung und Schwangerschaft, Homosexualität und sexuell übertragbare Krankheiten behandelt werden. Die Kosten für dieses Projekt wurden je zur Hälfte vom Förderverein der Schule und von der Schule selbst getragen.
Eine weitere Aktion trug den Titel „Für Demokratie Courage zeigen.“ Die Schüler der siebten und achten Hauptschulklassen verteilten sich in verschiedene „Workshops“. Ziel des Projektes, so Schulsozialarbeiter Thomas Lübbers, war es, „junge Leute für Toleranz und Demokratie zu interessieren. Sie sollten sich mit autoritären Strukturen, Geschlechterverhältnissen, Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus auseinandersetzen.“ Das Konzept umfasste Diskussionen, Rollen- und Planspiele, theaterpädagogische Übungen, Exkursionen und Interviews. Zu Themenvorschlägen gehörten Selbstbehauptung für Mädchen, Flüchtlinge in Deutschland und Europa und die globalisierte Welt.
Die Gemeinde Bockhorn unterstützte die Aktionen, indem sie dafür das Jugend- und Seniorenzentrum an der Kirchstraße zur Verfügung stellte. Lübbers zufolge sind jährliche Wiederholungen dieser Veranstaltungen geplant. Informationen sind von der „Beratungsstelle Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung“, Tel. 04421/25080, sowie unter courageoldenburg@web.de zu erhalten.
