BOCKHORN - Rund 1,3 Millionen Euro fließen mit dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung in die energetische Sanierung der Haupt- und Realschule Bockhorn (die NWZ berichtete). Schulleiter Bernd Hannstein erläuterte, was mit dem Geld finanziert werden soll.

Die Baumaßnahmen sind dreigeteilt. Der Altbau der Schule, der Anfang der 1950er Jahre eingeweiht worden war, wird saniert. Neue Fußböden werden eingezogen, die Beleuchtung, die noch aus der Zeit vor 60 Jahren stammt, wird erneuert, die Brandschutzsanierung vorgenommen.

Zweitens wird der Neubau aus den 1970er Jahren saniert. Dazu zählt eine Renovierung der Fassaden, neue Fenster werden eingesetzt, das Ganze läuft unter dem Stichwort „Wärmedämmverbundsystem“. Drittens wird die Pausenhalle der Schule erneuert. „Das sind alles Maßnahmen“, so Bernd Hannstein, „die bis 2011 vorgenommen werden sollten, und die jetzt in einem Jahr auf einmal kommen. Es ist alles dringend erforderlich.“

Insgesamt sei die Sanierung ein „Riesenschritt auf dem Weg der Modernisierung der gesamten Schule. Bockhorn kann jetzt mit den Nachbarschulen mithalten.“ Nicht alle Träume des Schulleiters werden erfüllt, insbesondere eine Aufstockung der Pausenhalle für einen Musikraum, der dringend aus dem Dachgeschoss verlegt werden muss, und für einen Freizeitbereich für die Ganztagsschule stünde noch auf der Wunschliste.

Aber Schule entwickelt sich eben ständig weiter, und Bernd Hannstein wäre nicht Bernd Hannstein, wenn diese Umbauten der allerletzte Schritt in der Modernisierung der Schule sein würden. Der Schulleiter geht davon aus, dass die Baumaßnahmen noch vor den Sommerferien mit dem Abriss der alten Pausenhalle beginnen werden.

Bei aller Erleichterung über die große Finanzspritze freute sich Bernd Hannstein gerade auch über eine Spende der ganz persönlichen Art. Jürgen Spielbrink, Leiter des Oldenburger Luftbilderarchivs (OLAR), hatte im September 2008 Luftaufnahmen der Schule angefertigt, zu denen alle Schüler und Lehrer sich auf dem Schulhof versammelt hatten (die NWZ berichtete). Jetzt übergab Spielbrink der Schule ein 90 Zentimeter mal 1 Meter großes beleuchtetes Bild. Die Verbindung zwischen dem Luftbildfotografen und der Schule war über die Lehrerin Bianca Krebs und ihrem Freund Thorsten Roßkamp zustande gekommen.

Spielbrink hatte für die Aufnahmen eine elektrische Linhoff-Kamera verwendet, dazu aber auch eine mechanische K 20 eingesetzt, eine originale Kamera aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs, von der es nur noch extrem wenige einsatzfähige Modelle gibt. Mit seinen Kameras hat Spielbrink noch weitere Luftbilder von Bockhorn gemacht. Er ist unter Tel. 0441/9849786 zu erreichen.