BöSEL - Mit der Eröffnung des „sozialen Wegweisers“ haben die Menschen der Gemeinde Bösel am Dienstag eine soziale Einrichtung der ganz besonderen Art gewonnen. Dort finden zukünftig Menschen, die sich in persönlichen, finanziellen oder familiären Krisensituationen befinden, ein offenes Ohr, unabhängig von Alter, Familienstand, Nationalität und Konfession.

Pastoralreferentin Ursula Klüsener freute sich mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchen, der Politik und mit Lehrkräften ortsansässiger Schulen, den Start des „sozialen Wegweisers“ nach nur zweijähriger Planung feiern zu dürfen. Damals hätten sich schnell Frauen gefunden, die als ehrenamtliche Beraterinnen tätig werden wollten. Bereits im Frühjahr 2008 begannen die Schulungen für die Beraterinnen Thekla Schöning, Andrea Hoppe, Mechthild Eilers, Heike Linke und Ursula Klüsener.

Pfarrer Norbert Bleker freute sich über eine „rundum tolle Sache“ und betonte, dass die Nächstenliebe, die Caritas, ein wichtiges Standbein der Kirche sei. „Die Not vor der eigenen Haustür ist da und sie darf nicht übersehen werden“, sagte der Pfarrer. Dechant Paul Horst von der Gemeindecaritas betonte, dass es darum gehe, unterschiedlichste Menschen in ihrer sozialen Vielfalt zu erkennen und ihnen in ihrer menschlichen Not zu helfen.

Vor dem Hintergrund zunehmender Probleme vieler Menschen bezeichnete Bösels Bürgermeister Hermann Block die neue Einrichtung als „gute Idee“. „Caritas, Kirche und Gemeinde müssen Hand in Hand arbeiten, vertrauen gewinnen und helfen“, so Block. Auch Meike Wendt, Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde, sicherte ihre Unterstützung zu und sagte, dass der Bedarf an Beratung nicht geleugnet werden dürfe. Es sei wichtig, soziale Not zu erkennen und den Kontakt zum wirklichen Leben nicht zu verlieren. Im Anschluss an die Grußworte segnete Pfarrer Bleker den neuen Raum und die Beraterinnen.