BöSEL - Der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Hand geben, das war für die vier Schüler der Böseler Haupt- und Realschule heute zwar aufregend, aber eigentlich Nebensache. Denn die Haupt- und Realschule hat den Wettbewerb „Jugend und Gesundheit – O.K. statt K.O.“ gewonnen. Die vier Schüler – Anastasia Stolorowa, Nick Murawski, Murat Moussa und Franziska Elberfeld – haben am Mittwoch stellvertretend für alle Schüler, die sich in der Schülerfirma „Pausenschmaus“ engagieren, in Berlin die Ehrung entgegengenommen.

Das „Gesundheitsmanagement und das breite Angebot an Ernährungs- und Bewegungsaktivitäten“ seien herausragend, hieß es. „Es sind Schüler, die hervorragende Ansätze entwickelt und das engagiert in den Schulalltag eingebracht haben“, sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt bei der Preisverleihung.

„Für unsere Schule ist das genial“, sagte Schulleiter Herbert Bley gegenüber der NWZ . „Es ist äußerst erfreulich, weil das auch schon die zweite Auszeichnung im Bereich Ernährung ist.“

In der Presseerklärung der Zeitbild Stiftung, die den Wettbewerb gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium veranstaltet hat, wird der Einsatz der Böseler Haupt- und Realschule für Gesundheit besonders gelobt. Vor allem die Verbindung von Bewegungsangeboten wie Tischtennisturnieren, Seilspringen oder Erbsenwettläufen mit gesunden Essensangeboten würde die Schüler für gesunde Ernährung sensibilisieren. Angebote wie die Pausendisko und Tanzvorführungen seien ebenfalls Bestandteil eines runden Konzeptes. Auch in die Zukunft gerichtete Projekte wie ein gemeinsamer Kochkursus für Eltern und Kinder wurden bei der Entscheidung für die Böseler gewürdigt.

Bundesweit hatten sich rund 300 Schulen an dem Wettbewerb beteiligt. Ulla Schmidt überreichte am Mittwoch gemeinsam mit der Kickbox-Weltmeisterin Dr. Christine Theiss insgesamt 6000 Euro an die elf Gewinnerteams. Schmidt über das Engagement aller Schüler: „Ich bin sehr froh, denn nur wer sich bewegt, kann etwas bewegen im Kampf gegen mangelnde Leistungsfähigkeit.“

Mit den Böseler Schülern waren die drei Lehrkräfte Christa Brand-Hastedt, Maria Höne und Gerd Wieben in Berlin dabei. Die Lehrer waren von dem Berlin-Besuch beeindruckt: „Es war sehr anstrengend, aber auch sehr schön.“