BöSEL/CANBERRA - Die 16-Jährige wird diese Zeit nicht vergessen. Beeindruckend war die Gastfreundschaft.

von Wilfried Leser

BÖSEL/CANBERRA - Aborigines, Kängurus, Koalabären – wer träumt nicht von dem faszinierenden Kontinent Australien? Für die 16-jährige Meike Drees ging jetzt der Traum in Erfüllung; sie durfte zehn Wochen lang die Vielfalt Australiens bei einem Schüleraustausch kennen lernen. „Schon als Kind habe ich von Australien geträumt“, schwärmt die Schülerin des Albertus-Magnus-Gymnasiums Friesoythe.

Ende Juni war es dann für Meike so weit; sie und neun weitere Schüler traten mit gemischten Gefühlen den 24-stündigen Flug an. „Der Flug allein war schon sehr aufregend. Von Bremen über Frankfurt nach Singapur. Weiter ging es dann nach Darwin und Adelaide in Südaustralien.“ Zunächst erwartete die Schüler eine große Umstellung; die neun Stunden Zeitverschiebung und der lange Flug hinterließen Spuren. Kamen die Schüler gerade aus dem Sommer, mussten sie sich jetzt auf den australischen Winter umstellen.

Eine zusätzliche Herausforderung erwartete Meike. Während die anderen Schüler in Gastfamilien in Adelaide und dem etwa 100 Kilometer entfernten Murray Bridge untergebracht waren, kam sie ins Internat der Pembroke School in Adelaide. Hier wohnt auch ihre Austauschschülerin Arnna. So konnte die 16-Jährige nicht nur das australische Schulleben, sondern zugleich auch das Leben im Internat erfahren. In den dreiwöchigen australischen „Winterferien“ fuhr Meike zusammen mit ihrer australischen Austauschschülerin Arnna zu deren Familie. „Die Menschen hier sind sehr offen und herzlich, da fühlt man sich gleich wohl", staunt Meike Drees. Zusammen mit ihrer australischen Familie ging es quer durch Australien: Perth an der Westküste, Riverlands, Rottnest Island und Melbourne.

„Das Schönste an Australien war die gemeinsame Fahrt mit allen Austauschschülern nach Kangaroo Island. Wir haben Delfine, Kängurus, Seelöwen und Koalas in ihrer natürlichen Umgebung gesehen.“

Aber auch an ein weniger schönes Ereignis erinnert sich Meike schmunzelnd: „Ich habe Kängurufleisch gegessen. Meine Gastmutter sagte, ich solle es unbedingt probieren, bevor ich nach Hause fahr.“ Nach zehn aufregenden Wochen hieß es für die Austauschschüler dann Abschied nehmen.

Zustande gekommen war der Schüleraustausch über Brigitte Fabian, Lehrerin am Albertus-Magnus-Gymnasium, und Wilfried Westermann, Lehrer an der Pembroke School in Adelaide, sowie seiner Ehefrau an dem Unity College in Murray Bridge. Wilfried Westermann ist ehemaliger AMG-Schüler, der nach Australien ausgewandert ist.