BöSEL - Sie sind nur tellergroß. Mehr nicht. Und trotzdem können die kleinen Geräte Leben retten: Defibrillatoren. Sie kommen zum Einsatz, wenn ein Mensch droht, an Herzversagen zu sterben. In allen Sporteinrichtungen der Gemeinde Bösel sollen ab kommender Woche solche Defibrillatoren – kurz: Defis – hängen: Vier Geräte spendete jetzt der Böseler Verein zur Förderung des Sports an die Gemeinde Bösel zu diesem Zweck.
In der BiB-Arena, der Turnhalle an der Jahnstraße, der Turnhalle in Petersdorf sowie in der Tennishalle werden die Defibrillatoren angebracht. Auch im Rathaus wird so ein kleiner Lebensretter im Wert von je 1500 Euro hängen – gespendet vom Sanitätshaus Roder aus Bösel. Die Böseler Schießhalle verfügt bereits über einen Defi.
„In der Vergangenheit hat es zwei Notfälle auf Sportanlagen gegeben“, erklärte Rainer Behrens, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Sports, die Beweggründe für die Anschaffung der Geräte: „Viele Leute haben im Notfall Angst, etwas kaputt zu machen. Die wollen wir nehmen.“ Deshalb erklären sich die Defibrillatoren den Anwendern selbst: Sobald das Geräte geöffnet wird, erteilt es klare und einfach formulierte Anweisungen, wie zu verfahren ist. Und diese werden auch so lange wiederholt, bis jeder Anwendungsschritt ausgeführt wurde.
Zu den Geräten dazu gehört jeweils noch ein umfangreiches Zubehörpaket mit Tasche, Wandhalterung, Beatmungsmaske, Blutdruckmessgerät und ähnlichem. „Im Notfall kommt es auf jede Sekunde an. Die Geräte sind eine weitere Verbesserung der Soforthilfe“, so Bürgermeister Hermann Block. Jetzt müsse man den Bürgern die Angst nehmen, die Defibrillatoren auch zu nutzen. Deshalb werden demnächst für alle Interessierten Kurse angeboten, in denen der Umgang mit den Schockgeräten vermittelt wird. Die Termine werden noch bekannt gegeben.
